Der Bausatz der TF-104 G ist die logische Fortsetzung der ausgezeichneten einsitzigen F-104-Modellfamilie. Beide Bausätze teilen sich eine beträchtliche Anzahl an Bauteilen. Aus diesem Grund war der Bau des Modells der TF-104 G eine reine Freude. Allerdings habe ich bei diesem Bausatz die Lockheed C-2 Schleudersitze vermisst. Was allerdings kein echtes Problem darstellte. Ich hatte in meiner Krabbelkiste genügend Resin C-2-Sitze von Blackbox. Aufgrund der hervorragenden Oberfläche des Bausatzes, wollte ich unbedingt die TF-104 G in dem sehr seltenen Naturmetallfinish mit Luftwaffen-Markierungen bauen. In Deutschland waren die TF-104 G nur relativ kurz in Naturmetall zu sehen, da 1965 der Tarnanstrich eingeführt wurde.Schwierig gestallte sich nun die Suche nach Vorbildfotos für mein Modell. Wenn man also ein Bild eines doppelsitzigen Starfighters betrachtet ist es wichtig zu wissen das Flugzeuge mit der Kennung BF+011 oder BB+361 bis BB+389 die F-104 F zeigen. Ist auf einem Foto die Kennung BB+101 bis BB+118 oder eine Kennung mit KE+ oder DA+ zu erkennen, dann hat man eine TF-104 G vor sich. Häufig werden in den einschlägigen Publikationen die Fotos einen Doppelsitzers in Naturmetall falsch bezeichnet. Für das Naturmetall meines Modells benutze ich die Lacke von Alclad. Die Lacke erzeugen das beste Finish unter allen auf dem Markt erhältlichen Marken. Aber es muss klar sein, dass diese Lacke ihre Überlegenheit nur ausspielen können, wenn man sich genau an die Verarbeitungsvorschrift hält. Hält man sich daran und benutzt meine Baustufenfotos als Vorbild erhält man als Lohn für seine Mühe ein Modell mit einem tollen Naturmetall-Finish.Mein Model repräsentiert die C/N 5706. Sie wurde am 09. April 1963 der Luftwaffe übergeben. Das Flugzeug gehörte immer zur WS 10 (Waffenschule 10), bevor sie nach einem Unfall am 13. November 1979 abgeschrieben werden musste. Beide Piloten konnten sich mit ihren Schleudersitzen aus dem Flugzeug katapultieren. WS 10 war die Ausbildungseinheit der Luftwaffe, welche den frisch aus den USA eintreffenden F-104-Piloten das fliegen der F-104 G unter Europäischen Wetter- und Flugsicherheitsbedigungen beibrachte.
Das Foto zeigt den Cockpitboden in Hellgrau grundiert.
Zum Schutz des eingebauten Cockpits vor Sprühnebel habe ich die Öffnungen mit Schaumstoff ausgestopft und anschließend den Cockpitrahmen hellgrau lackiert. Als nächsten Schritt habe ich dann den kompletten Rumpf mittels Polierpaste auf Hochglanz poliert. Diese Arbeit ist erforderlich um eine perfekte Grundlage für das anschließende Naturmetall-Finish zu erreichen. Das Naturmetall-Finish zeigt später gnadenlos jede kleinste Unsauberkeit auf der Modelloberfläche.
Auf diesem Bild ist zu erkennen wie ich das Cockpit weiter komplettiert habe. Für die Instrumentenbretter benutzte ich die Abziehbilder des Bausatzes.
Die Blackbox-Resin-Lockheed C-2 Schleudersitze sind perfekt detailliert und passen nach geringer Nacharbeit in das Cockpit. Auf dem Foto ist erkennbar, wie ich als ersten Schritt die hellgraue Grundfarbe auflackiert habe.
Dieses Bild zeigt wie ich die Rumpfhälften zusammenklebe. Durch meine bevorzugte Flüssigklebertechnik mit Ethylacetat verbleibt nach dem Aushärten, säubern und polieren der Klebestelle keine sichtbare Naht. Elementar wichtig für ein perfektes Naturmetall-Finish.
Der Rumpf ist nun bereit zur Lackierung der glänzend schwarzen Alclad-Grundierung. Diese Grundierung ist erforderlich für ein hochglänzendes Naturmetall-Finish. Zum Abdecken der glasklaren Cockpithauben verwendete ich das Tamiya-Abdeckklebeband. Nachdem die Cockpithauben aufgeklebt waren reinigte ich den gesamten Rumpf noch mit Alkohol um jeden fettigen Rückstand, wie z. B. Fingerabdrücke, von der Modelloberfläche zu entfernen.
Erkennbar auf diesem Bild ist, dass der gesamte Rumpf nun seine Grundierung erhalten hat.
Das Modell während des Zusammenbaus. Die Flügel sind angebracht. Wichtig zu wissen ist das bei deutschen Starfightern die Tragflächenoberseite glänzend Weiß und die Tragflächenunterseite glänzend Hellgrau FS 16473 lackiert war. Abziehbilder sind teilweise angebracht. Die Abziehbilder entstammen dem fantastischen Abziehbilderbogen für deutsche Starfighter von Victory-Models aus den USA. Bedauerlicherweise ist dieser Abziehbilderbogen heute nicht mehr erhältlich.
Die Lackierung des Rumpfes für das Naturmetall-Finish ist abgeschlossen. Zuerst habe ich in mehreren Schichten ”Highly polished Aluminum” auflackiert um einen deckenden Farbauftrag zu erhalten. Danach habe ich die auf Originalfotos erkennbaren Flächen mit Tamiya-Abdeckklebeband abgedeckt und mit verschiedenen Schattierungen von Aluminium die Flächen lackiert. Alclad hat in seinem Programm diese verschiedenen Schattierungen im Angebot. Das Ergebnis spricht für sich. Der Rumpf zeigt nun deutlich die verwendeten unterschiedlichen Aluminiumsorten.
Weitere Teile sind angebracht. Erkennbar die Verwendung von verschiedenen Aluminium-Schattierungen für die Tip-Tanks.
An dieser Stelle sind alle Lackierarbeiten am Rumpf des Modells abgeschlossen. Man erkennt, dass ich das Gehäuse der Luftbremse Zinkchromate lackiert habe. Für das Bugradom verwendete ich das Hellgrau FS 16473 und für den Blendschutz das Grün FS 34079
Wie Bild 14, anderer Aufnahmewinkel.
Das Modell ist nahezu fertig gestellt. Alle Abziehbilder sind angebracht, die Black Box Schleudersitze sind eingebaut und die glasklare Cockpithaube ist montiert.