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Die Death Angels kamen an 15. Februar 1967 nach Da Nang zurück und verbrachten beinahe 13 Monate im Kampf. An 11. Mai 1968 verlegte die VMF(AW)-235 nach Iwakuni zurück. Sie war zu dieser Zeit die letzte aktive Navy-Einheit die die F-8 Crusader flog. Die Death Angels wurden wieder auf Null Personalstärke reduziert und zu ihrer neuen Heimat, MCAS Kaneohe Bay, Hawaii, verlegt. An 06. September 1968 wurde die Einheit wieder aufgestellt und mit McDonnell Douglas F-4J Phantom II ausgestattet. Die Lancers der VMFA-212 wurden in April 1972 nach Vietnam befohlen. Die Death Angels unterstützten ihre Schwestereinheit indem sie einige von ihrem erfahrenen RIOs gegen unerfahrene Anfänger der Lancers tauschte sowie durch die Ausleihe von zwei ihrer Phantoms. In September 1977 fingen die Death Angels an, an einem sechs Monate dauernden Einheiten-Einsatz-Programm teilzunehmen, wodurch jede auf Kaneohe beheimatete F-4 Einheit (einschließlich VMFA-212 und VMFA-232) zusammen mit allem Personal und der Ausrüstung nach Japan verlegte. In November 1981 bekam die VMFA-235 die kampfwertgesteigerte F-4S, die Navy-Phantom II mit den Vorflügels der USAF-F-4E. In den folgenden Jahren nahm die VMFA-235 mit zahlreichen Auszeichnungen an Übungen teil. Im Februar 1989 verlegte die Death Angels zur Nellis AFB um als letzte aktive F-4-Navy-Einheit die Nutzung der Phantom II zu beenden (VMFP-3 beendete die Nutzung der RF-4 in 1990). Die Einheit erhielt Schulung auf der F/A-18 an den Standorten MCAS El Toro und NAS Lemoore, und erhielt die ersten F/A-18C im August 1989.
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Das Modell
In der Preisklasse von über 100 € muß sich das Tamiya-Modell an strengen Maßstäben messen lassen. Dann wollen wir mal sehen was der Bausatz so alles enthält:
Der Karton und sein Inhalt
Der Karton ist entsprechend der Größe des Modells schlicht und einfach massiv. Gleichzeitig ist er aus stabilem Karton gefertigt. Der Karton ist so stabil, daß ich ihn nicht entsorgt habe, sondern als Karton für eine Airfix Fw 190 im Maßstab 1:24 benutzt habe, deren Karton im Laufe der Jahre schon reichlich mitgenommen worden war. Nach öffnen des Kartons erkennt man, daß er gut gefüllt ist. Dies liegt zum einen sicherlich an dem großen Rumpf, der als Novum im Modellbau aus einem Stück gefertigt wurde. Dieses große Teil ist auch noch aufwendig in Folien verpackt die die gelbe Tonne wieder gut füllen. Auf einen Pappträger sind die Reifen des Modells aus richtigem Gummi, sowie die Fahrwerksbeine aus Metall aufgebracht. Daneben finden wir noch insgesamt neun Gießrahmen die die Teile des Modells enthalten. Um sie zu schützen sind alle Gießäste sorgfältig in einzelne Plastiktüten verpackt. In einem kleinen Beutel befinden sich Schrauben und ein kleiner Kreuzschlitzschraubendreher für die Verschraubung der Fahrwerke und anderer Teile des Modells. Weiterhin enthält der Karton noch die Bauanleitung und die Decals. Tamiya hat seinem Bausatz wieder zwei Figuren mitgegeben. Diese Figuren sind ausgezeichnet modelliert und geben die beiden Besatzungsmitglieder sitzend auf ihren Schleudersitzen wieder. Und genau das ist das Problem: Was macht der Modellbauer der keine Pilotenfiguren in sein Modell will? Auf die Figuren ist nämlich das Gurtzeug modelliert, welches sich man bei der Modellierung der Sitze gespart hat. Für mich ein kleiner Wermutstropfen an diesem großartigen Modellbausatz. Ich hätte mir schon gewünscht als Wahlmöglichkeit ein Polster für den Schleudersitz zu erhalten, welches die Gurte aufmodeliert hat.
Die Bauanleitung
Die Bauanleitung ist ein kleines Heft welches in der Mitte mit Klammern geheftet ist. Es ist 20 Seiten stark. Die Bauanleitung ist viersprachig ausgeführt und beginnt mit einer ziemlich ausführlichen Historie über die F-4. Leider ist die deutsche Übersetzung der Historie, wie leider sehr häufig bei japanischen Produkten, nicht besonders gelungen. Oder was halten sie von diesem Satz: ..., herrschte doch die Phantom II auf der gesamten Welt bis in die 80er Jahre für das westliche Bündnis als Wächter am Himmel.” Tolles Deutsch? Die englische Historie ist da weitaus besser. Nach den heutzutage aufgrund der Produkthaftungs-Gesetze üblichen Sicherheitshinweisen beginnt die Bauanleitung mit brauchbaren Hinweisen zum Bau des Modells. Sie macht gleich am Anfang den Versuch den Modellbauer mit Hinweisen zur Lackierung des Modells zu versorgen, leider mißlingt dieser Versuch weil die Farbangaben sich nur auf die Tamiya Acrylmodellbaufarben beziehen und keine Angaben über die FS-Nummern machen. Auch hier muß ich dem ambitionierten Modellbauer empfehlen sich mit reichlich Referenzen zu versorgen damit er sich über die Schwächen der Bauanleitung hinweg retten kann. Am Ende habe ich die von mir benutzten Referenzen aufgeführt, vielleicht sind darin Bücher enthalten die dem einen oder anderen unbekannt sind.
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Die Decals
Zur Zeit gibt es von Tamiya zwei Bausätze der F-4J: Navy #60306 und Marine Corps #60308. Unterschiedlich sind bei beiden Bausätzen, neben ein paar zusätzlichen Teilen aus dem USAF F-4C Bausatz, die Decals. Diese beiden verschiedenen Decals unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt: In der Qualität! Im früher erschienenen Bausatz #60306 sind die Decals von Scale-Master, besser bekannt unter der Produktbezeichnung Invisa-Clear, auf kaum sichtbarem, dünnem Trägerfilm. Dieser Trägerfilm paßt sich ausgezeichnet der Modelloberfläche an und reagiert gut auf meinen bevorzugten Weichmacher Mr. Mark Softer von Gunze. Die Decals des Bausatzes 60308 (Marines) sind von Tamiya selbst hergestellt. Der Trägerfilm ist dick und deutlich sichtbar. Außerdem reagieren große Decals, wie die Walk-Way-Markierungen, absolut verhängnisvoll mit meinem Weichmacher. Diese Decals bekommen beim abtrocknen mäanderförmige Falten. Trotz einiger Versuche, die keinerlei Veränderung herbeiführten, mußte ich die Decals vom Modell wieder entfernen. Da es hier um die Walk-Way Markierungen ging boten die beiden Bausätze genügend Ersatz. Ich denke, daß ist trotzdem schlecht wenn jemand die Decals des Bausatzes benutzen möchte und die gleiche unliebsame Erfahrung macht wie ich.
Das Eduard Photoätz-Detailset 32-041
Da ich mein Modell ohne die dem Tamiya-Bausatz beiliegenden Piloten bauen wollte, brauchte ich die diesem Set beiliegenden Gurtnachbildungen. Natürlich habe ich auch fast alle anderen diesem Set beiliegenden Teile benutzt. Das Cockpit gewinnt erheblich durch die Verwendung der Instrumente aus Mikrofilm. Auch die Schubdüsen werden sehr stark durch die innen anzuklebenden Bleche aufgewertet. Rundherum also ein empfehlenswertes Set, wobei ich mich trotzdem manchmal frage was verschiedene Teile sollen. Meines Erachtens steht der Aufwand diese Teile zu verbauen in keinem Verhältnis zum Gewinn an Detailtreue den man erhält. Als Beispiel möchte ich hier die Baustufen D (Nose Undercarriage = Bugfahrwerk) und E (Main Undercarriage = Hauptfahrwerk) der Instruktionen zum Detailset benennen. In beiden Baustufen soll man Scharniere und Teile der Fahrwerke durch die flachen Photoätzteile ersetzen. Ich habe darin keinen Sinn erkannt, da die von Tamiya modellierten Fahrwerke gut sind und durch ein zartes Dark-Wash mit anschließendem Dry-Brushing weitaus mehr gewinnen als durch das Verwenden der Photoätzteile.
Der Microscale Decalsheet 32-28
Schon lange Jahre bin ich bekennender Phantom-Freak. So fiel mir schon vor Jahren dieser Decalsheet in die Hände. Ich kann mich gar nicht erinnern ob ich ihn gekauft oder von einem Modellbaukollegen getauscht habe. Obwohl es damals nur das alte Revell-Modell in 1:32 gab, wußte ich, daß wenn ich mal eine F-4J in 1:32 bauen sollte, dann wird sie mit diesem Decalsheet gebaut. Nun gibt es das tolle Tamiya-Modell und er scheint nur auf diesen Decalsheet gewartet zu haben. Entsprechend seines Alters enthält der Decalsheet nur die wirklich für eine F-4J der VFMA-235 benötigten Decals, alle anderen sind aus dem Bausatz zu nehmen. Ansonsten ist die Qualität der Microscale-Decals auch noch nach all diesen Jahren ausgezeichnet. Sie sind dünn und reagieren sehr gut mit meinem bevorzugten Weichmacher, Mr. Mark Softer von Gunze.
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Eduard Express Mask XL003
Normalerweise bin ich ziemlich asketisch was die Verwendung von Hilfsmitteln beim Bau meiner Modelle angeht. Meine Folien zum Abdecken der Cockpithauben habe ich immer selbst geschnitten, aber wer das schon mal für eine He 111 oder Ju 188 gemacht hat, weiß wie zeitaufwendig diese Prozedur ist. Also wird man schnell schwach. Dementsprechend verwendete ich die Folien von Eduard sehr gerne. Die Folien sind paßgenau geschnitten. Haften sehr gut und erfüllen somit alle Anforderungen die ein Modellbauer an sie haben kann. Diesem Qualitätsstandard der Folien kann die Anleitung nicht erfüllen. Zwar sind die Zeichnungen sehr gut gemacht und deshalb leicht verständlich, aber in Stufe 5 und 6 soll die “Interior Color” lackiert werden. Es wird allerdings keine Aussage gemacht welchen Farbton diese Farbe haben soll. Hier müßte Schwarz angegeben werden für die unter uns Modellbauern die nicht über genügende Referenzmaterial in Form von Büchern verfügen. Als nächstes soll auf die “Interior Color” die “Rubber Color” lackiert werden, auch hier fehlt wieder die Farbangabe Gelb. Ein beinahe süßer Fehler ist Eduard bei den Referenzen unterlaufen. Dort wird als Referenz das Walk Around 3 von Squadron zur F-14 angegeben. Hier stellt sich die Frage, was ich mit einer Referenz zur F-14 bei einer F-4 soll?
Ganz glücklich war ich aber trotzdem nicht mit der Einteilung der Folien. Ich habe nämlich meine Klarsichtteile auch von innen lackiert, weil meine Cockpits geöffnet sein sollen (wofür habe ich mir sonst die Arbeit mit den Eduard-Photoätzteilen gemacht?). Genau dafür fehlen allerdings die Abdeckfolien. Aber Hilfe ist trotzdem nicht fern, den Eduard hat praktisch jede Folie für außen doppelt dabei um das Lackieren der dünnen gelben Scheibendichtung sicherzustellen. So klebte ich die leicht größeren innen ein und die leicht kleineren außen. Die gelbe Dichtung stellte ich am Modell mit gelblackiertem Decalfilm dar.
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