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Do-27 A-3

Bausatz von HUMA, 1/72 von Michael Ullmann

 

Der Do-27 gehört die Anerkennung, dass erste Flugzeug zu sein welches in Deutschland nach dem II. Weltkrieg in Serie produziert worden war. Mein Modell stellt die Werknummer 447 dar. Sie wurde mit dem Kennzeichen ND+109 vom damaligen General Trautloft, während seiner Dienstzeit bei der Luftwaffen-Gruppe Süd in Karlsruhe, als persönliches Flugzeug geflogen. Das Erkennungszeichen Trautloft’s war das grüne Herz, welches er auch schon auf seinen Flugzeugen während des II. Weltkrieges führte. Dieses Zeichen führte auch die Do-27 der Bundesluftwaffe. Die Heimat von Hannes Trautloft ist der Ursprung für das Erkennungszeichen. Er wurde am 03.03.1912 im thüringischen Großobringen geboren. Thüringen war zu dieser Zeit durch seinen Waldreichtum bekannt. Thüringen hieß deshalb damals das "Grüne Herz Deutschlands". Um die Verbundenheit mit seiner Heimat zu symbolisieren wählte er deshalb als Erkennungszeichen das grüne Herz aus.

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Information zum Bau des Modells

Ich verwendete das Huma-Modell der Do-27 im Maßstab 1:72. Das Modell ist als einziges Modell der Do-27 überhaupt am Markt erhältlich. Das von Revell im Maßstab 1:32 produzierte Flugzeug ist schon seit einigen Jahren nicht mehr im Programm und nur noch auf Flohmärkten oder bei eBay erhältlich. Der Huma-Bausatz ist ein typisches Produkt eines Kleinserienherstellers und deshalb nicht für einen Beginner unseres Hobbies geeignet. Trotzdem die Gravuren vertieft ausgeführt sind hat der Bausatz deutliche Probleme mit der Passgenauigkeit und seine Detaillierung entspricht in keiner Weise den heute üblichen Standards. Gerade im Cockpitbereich, vor allem wenn man die Türen geöffnet darstellen will, ist viel Eigeninitiative gefordert. Beim Bau des Modells werden sich viele von uns "alten" Modellbauern an die frühen Airfix-Modelle erinnern. Genau diese frühen Airfix-, Revell- und Matchbox-Modellen, die uns damals in unserer Kindheit und Jugend bei unserem Einstieg in das Hobby Plastikmodellbau begleitet haben. Nach Fertigstellung des Modells hat man aber eine sehr ansehnliche Replik dieses, für die deutsche Luftfahrtindustrie nach dem II. Weltkrieg, so wichtigen Flugzeuges geschaffen.

Das Bild zeigt den einzigen Gießast, welcher alle Teile des Modells enthält.

Das Bild zeigt die Passungenauigkeiten der Klarsichtteile im Rumpf. Erkennbar ist auch die Qualität der Klarsichtteile. Wie der Rest des Bausatzes sind die Teile weit von den heutigen Standards entfernt.

An dieser Stelle habe ich die Inneneinrichtung durch die Öffnung von oben eingesetzt und alle Klarsichtteile angebracht.

Die fehlende Verbindungselemente habe ich aus gezogenem Gießast hergestellt.

Das Modell ist zum Lackieren vorbereitet.

Hier die Oberseite des Modells. Erkennbar ist auch, dass ich alle Klarsichtteile und Spachtelstellen mit hellgrauer Farbe übersprüht habe. Damit habe ich festgestellt, ob noch irgendwo Unzulänglichkeiten auf der Modelloberfläche zurückgeblieben sind. Gleichzeitig stellt die hellgraue Farbe die Lackierung der Rahmen der Klarsichtteile dar.

Die Oberseite hat eine Lackierung im Farbton RAL 7012 erhalten. Wegen der geringen Größe des Modells habe ich diesen Farbton durch die Zugabe von 10 % Weiß aufgehellt.

Nachdem alle Masken entfernt sind, erkennt man gut den Verlauf des Tarnanstriches

Am Gießast sind die Teile des Innenraums in Hellgrau lackiert worden.

Auch dieses Bild zeigt Passungenauigkeiten. Diesmal ist es die Verbindung der beiden Rumpfhälften.

Mit Hilfe des Tamiya-Abdeckklebebandes und eines Skalpells habe ich die Klarsichtteile vor dem Lackieren abgedeckt.

Um die Passungenauigkeiten zu verdecken, war am Seitenruder der Einsatz von Spachtelmasse unausweichlich.

Auf diesen Bild ist erkennbar, dass, abgesehen vom Bereich des Seitenruders, bei der Verwendung von Flüssigklebern die Passgenauigkeit des Rumpfes gut genug war um ohne Spachtel- und Schleifarbeiten auszukommen.

Die Stellen in der Tagesleuchtfarbe im Farbton RAL 2005 abgedeckt für die restlichen Lackierarbeiten.

Auf diesem Foto ist erkennbar, wie ich die Kopie einer Zeichnung des Verlaufes des Tarnanstriches verwendet habe um den Tarnanstrich zu lackieren. An den stark gekrümmten Flächen des Rumpfes funktioniert diese Technik nicht. Hier musste ich den Tarnverlauf mit Tamiya-Abdeckklebeband nachbilden.

Das Foto zeigt den Darkwash auf der Modelloberfläche

Auf diesem Bild kann an erkennen wie ich das Schott des Laderaumes in den Rumpf eingesetzt habe. Weiterhin zeigt dieses Bild wie ich kleine Zungen aus Plastikmaterial von innen an die Rumpfseiten geklebt habe um den Klarsichtteile Befestigungspunkte zu geben.

Durch leichten Druck auf die Rumpfhälften habe ich diese ausgerichtet. Mittels der Verwendung von Sekundenkleber und Aushärtungsbeschleuniger habe ich die Teile in dieser Position fixiert. Verbliebene Nähte habe ich mit einer Schicht Cristal Clear verschlossen. Der größte Vorteil dieser Vorgehensweise ist der, dass anschließend keine Spachtel- und Schleifarbeiten erforderlich sind.

Das Einsetzten des Hohen- und des Seitenruder in das Heck. Für das Seitenruder gibt es keine Verbindungselemente mit dem Rumpf.

Nach den Schleifarbeiten erkennt man die Größe der verbliebenen Spalten.

Die Unterseite des Modells mit den Stellen im Farbton RAL 2005.

Die Unterseite des Modells im Farbton RAL 7001 lackiert.

Der Rest des Tarnanstriches im Farbton RAL 6014 ist auflackiert. Die Masken sind noch nicht entfernt worden. Da die Masken locker aufliegen habe ich durch das Untersprühen der Masken eine, für diesen Maßstab, sehr realistischen Farbübergang erreicht.

Das Modell nach aufbringen aller Decals und auftragen der abschließenden Schicht Mattlack.

Das Modell beim komplettieren der Details.

Das fertig komplettierte Modell

Referenzen zum Bau des Modells

Als Referenzen benutze ich folgende Literatur:

  • F-40 Ausgabe Nr. 21 Do 27
  • "The Dornier Do 27" verlegt vom Air-Britain Archive. Im Air-Britain Archive findet man auf Seite 11 ein Vorbildfoto meines Modells.

© Michael Ullmann 2007

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