Focke-Wulf Fw 190 D-9

Baubeschreibung zum Hasegawa-Modell im Maßstab 1:32 von Michael Ullmann

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Einleitung

Als ich diesen Bausatz begonnen habe, war dieser so neu, daß keine Zurüstsätze aus Resin oder Photoätz zur Verfügung standen. Meine Verbesserungen sind deshalb, fast ausschließlich, mit selbst angefertigten Teilen aus Materialien hergestellt, welche man überall kaufen kann.

Materialliste

Folgende Materialien hab ich zum Bau des Modells, zusätzlich zu üblichen Materialien, wie Kleber, Verdünner etc., verwendet:
- Lötzinn in verschiedenen Stärken
- Zahnpasta (die billigste, weiße wo man die Schmirgelkörper fühlen kann, ist genau richtig)
- schwarze Künstlertusche, welche wasserfest austrocknet
– Eduard Photoätz Set 32-035 für Fw 190 A-8

 

... und los geht‘s

Dieses Mal schreibe ich eine völlig andere Art von Baubeschreibung. Ich werde nicht über die Historie der “Langnasen” Fw 190 schreiben und ich werde auch nicht viel über den Hasegawa-Bausatz schreiben. Dieser Bausatz repräsentiert nämlich die neuesten Modelltechnologien und ist deshalb nicht weit entfernt davon ein perfekter Bausatz zu sein.Aber ich werde über die Lackierung meines Modells schreiben. Eine Lackierung um eine “Dora 9” aus der Produktion der letzten Kriegsmonate nachzubilden.Die Modellbauindustrie ignoriert zur Zeit nahezu vollständig die letzten Forschungsergebnisse über die Lackierung von Flugzeugen der Luftwaffe aus dem finalen Stadium des II. Weltkrieges. Alle Bauanleitungen von Flugzeugmodellen der Luftwaffe aus dieser Zeit, welche in der letzten Zeit auf den Markt gebracht wurden, sind in diesem Punkt falsch! Die Bemalungsanleitung gerade dieses Hasegawa Bausatzes zur Fw 190 D-9 oder alle Bemalungsanleitungen zu den verschiedenen Do 335 von Tamiya im Maßstab 1:48 sind total falsch! Die einzige Ausnahme sind die Bemalungsanleitungen der Me 262 Bausätze von Tamiya im Maßstab 1:48. Die Angaben für die Bemalung der Modellinnereien sind korrekt, aber leider hat Tamiya die teilweise unlackierten Unterseiten des Flugzeuges unberücksichtigt gelassen.OK, OK viele Experten werden jetzt wieder sagen, daß das was ich schreibe nicht in Ordnung ist, weil es gibt ja wohl genug Fotos die lackierte Unterseiten an Fw 190 oder Me 262 zeigen. Stimmt! Das ist aber nur ein Teil der Wahrheit. Das Problem liegt daran, daß die damals verwendeten Filme und Fotoapparate einfach nicht gut genug waren um Details im Schatten der Unterseite der Tragfläche zu belichten. Dies läßt deshalb unlackierte Unterseiten auf Fotos unerkannt.Ich habe intensiv Referenzbücher benutzt. Ich habe die relevanten Fotos aus diesen Büchern aufgelistet und die Auswirkung der Fotos auf mein Modell beschreiben. Mit dieser detaillierten Auflistung meiner Referenzen möchte ich aber auch anderen Modellbauern die Gelegenheit geben sich selbst ein Urteil zu bilden.

Das Modell

Auf dem Karton ist wieder mal ein phantastisches Bild des japanischen Künstlers Koike Shigeo aufgedruckt. Nach öffnen des Karton findet man einen Bausatz, welcher einen Modellbauer enthusiastisch stimmt. Natürlich drängt sich gleich die Frage auf: Wo bleibt die Fw 190 A im Maßstab 1:32?Bei näherer Betrachtung ist aber hochinteressant zu sehen, daß dieser Bausatz in genau den gleichen Bereichen Schwächen zeigt, wie der im vergangenen Jahr von Hasegawa erschienene Bf 109 G-6 Bausatz.Diese Schwächen sind:  Die Auspuffstutzen und das Spornrad. Die Auspuffstutzen sind geschlossen und müssen aufwendig bearbeitet werden, oder man kauft Austauschteile aus Resin oder Metall. Warum das Spornrad mit der Sporngabel aus einem Stück besteht und damit viel Detail verliert wird mir immer ein Rätsel bleiben. Eigentlich unnötig zu erwähnen, daß ich keine Spachtelmasse zum Bau dieses Modells brauchte. Meine Flüssigklebertechnik in Verbindung mit der exzellenten Paßgenauigkeit des Bausatzes ließen keine Spalten zurück. Weiterhin sind die Klarsichtteile dünn und schlierenfrei.

Die Bauanleitung

Die Bauanleitung ist eine typische Hasegawa-Bauanleitung. Ich mag die Tarnanstrich-Zeichnungen. Vergrößert mittels eines Kopiergerätes auf den Maßstab des Modells eignen sich diese Kopien perfekt als Masken für die Lackierung des Modells. Allerdings enthält diesmal die Bemalungsanleitung so viele Fehler, daß es diesen Rahmen hier sprengen würde sie alle aufzuzählen. Im Kern ist das Problem, daß die unlackierten Aluminiumteile eines Flugzeuges aus den letzten Kriegsmonaten keinerlei Berücksichtigung finden. Mehr noch, die Bemalungsanleitung gibt vor diese Teile in RLM 66 zu lackieren. RLM 66 war ausschließlich für den Cockpitbereich vorgesehen. Für eine detaillierte Beschreibung welche Teile wie zu lackieren sind verweise ich an dieser Stelle auf meine Schritt-für-Schritt-Baubeschreibung des Modells, darin mache ich Angaben zur Lackierung der Teile.

Die Decals

Die Decals sind sauber und nicht aus dem Register gedruckt. Auch haben sie einen dünneren Trägerfilm als bisher von Hasegawa gewohnt. Vermißt habe ich das “Keine Bombe”-Decal für den Zusatztank. Weiterhin reagieren die Decals gut mit meinem bevorzugten Weichmachen “Mr. Mark Softer” von Gunze.

BuiltWithNOF

Thema: Lackieren: Grundlagen

Eine der wichtigsten Grundlagen und eine der unbekanntesten, ist die Tatsache, daß beginnend in 1943, kein Anstrich mehr auf den Innenseiten von aus Aluminium gefertigten Flugzeugen in Deutschland durchgeführt worden ist. Einzig das Cockpit erhielt einen Anstrich in RLM 66. Ausgenommen davon waren korrosionsanfällige Teile, wie Stahl, Eisen oder Elektron. Diese erhielten einen Oberflächenschutz im Farbton RLM 02. Felgen und Fahrwerksbeine sind typische Beispiele dafür. Weiterhin erhielten Teile aus Holz oder mit Bespannstoff bezogen, einen Oberflächenschutz. Diese Teile wurden dadurch in einen flugfähigen Zustand versetzt wurden. Üblicherweise erhielten diese Teile einen Anstrich in den Sichtschutzfarbtönen. Später im Krieg wurde dieser Verzicht auf Oberflächenschutz auch auf den Unterseitenanstrich von Flugzeugen ausgedehnt. Beispiel hierfür finden sich in Oberflächenschutzlisten (= OS-Listen) der Me 262, Bv 155 oder Fw 190.

Lackierung der Fw 190 D-9

Sorgfältige Auswertung von Fotos der D-9 zeigt, grob unterteilt, drei unterschiedliche Arten der Ausführung der Lackierung:

Vollständige Lackierung.
Typisch für alle D-9 aus frühen Produktionslosen welche noch von Focke-Wulf in Bremen selbst gebaut wurden. Das Flugzeug erhielt als Abschluss eine vollständige Lackierung in einheitlichen Farbtönen sowie vollständige Beschriftung mit Wartungshinweisen, oftmals auch Rumpfbalkenkreuze und/oder Hakenkreuze aus der mittleren Periode (Schwarzes Kreuz, weiße Winkel).

Teilweiser Gebrauch von vorgefertigten Baugruppen.
Typisch für D-9 welche auf umgebauten Zellen von Fw 190 A-Modellen entstanden sind. Das an die Zelle gebaute Junkers-Triebwerk hat einen völlig anderen Anstrich als der Rest des Rumpfes. Häufig erkennbar, daß die Rumpfverlängerung Naturmetall belassen oder mit anderen Farbtönen lackiert wurde. Austauschteile für beschädigte Teile der wieder verwendeten Fw 190 A-Zellen sind ebenso an ihren unterschiedlichen Farbtönen zu erkennen, wie neue Heckteile. Dazu gehören auch teilweise, im Unterschied zu feststehenden Teil des Seitenruders, in anderen Farbtönen lackierte Seitenruder. Beschriftungen mit Wartungshinweisen reichen von vollständig bis teilweise. Erkennbar ist auch der Mix von Balkenkreuzen und Hakenkreuzen, von Markierungen der mittleren Periode bis hin zur den maximal vereinfachten.

Vollständig aus vorgefertigten Teilen aufgebaut.
Typisch für komplett neugebaute D-9 welche aufgrund des Kriegsverlaufes durch die Auslagerung der Produktion bei Unterauftragnehmern und Ausweichproduktionsstandorten hergestellt wurden. Die Flugzeuge wurden innerhalb kurzer Zeit aus komplett lackierten, einbaufertigen Baugruppen zusammengebaut. Dies hatte zur Folge, daß das Flugzeug aus Teilen bestand welche unter Umständen mit völlig anderen Farben lackiert waren. Außerdem waren auf diesen Flugzeugen entweder die vereinfachten oder gar keine Wartungshinweise aufgebracht. Die Markierungen waren vom maximal vereinfachten Typ, welcher, je nach Farbgebung des Untergrundes nur noch aus weißen oder schwarzen Winkeln bestand. Die Flugzeuge hatten deshalb ein “buntes” Aussehen, bedingt durch die Vielzahl der verwendeten Farbtöne.
Ich wählte für mein Modell diese Lackierung.

 

RLM 81

In diesem Abschnitt möchte ich ein paar Basisinformationen zu diesem Farbton geben. Sicherlich gehören die Farbtöne RLM 81, 82 und 83 zu denen worüber am meisten spekuliert und kontrovers diskutiert wird. Dabei ist das Thema viel einfacher als es uns all die vergangenen Jahre immer dargestellt worden ist.Der erste verwirrende Fakt: Die verschiedenen Flugzeughersteller gaben RLM 81 unterschiedliche Namen: Messerschmitt = Braunviolet, Dornier = Dunkelgrün, Blohm & Voss = Braunoliv. Erkennbar sind diese unterschiedlichen Farbtöne auch auf Fotos.

Die Lösung ist aber ganz einfach:

Das RLM vergab für die Farbtöne mit höheren Nummern als RLM 73 keine standardisierten Farbtonnamen mehr.

Das RLM war im Sommer/Herbst 1944 nicht in der Lage genehmigte Farbtonvorlagen für die Farbtöne RLM 81 und 82 (sicher, aber nicht mit Dokumenten zu bestätigen, auch für RLM 83) zu liefern. Die Folge davon war, daß bei den verschiedenen Lackherstellern keine Abnahme / Qualitätssicherung des hergestellten Lackes auf seinen Farbton erfolgen konnte. Das hatte dann wieder zur Folge, daß jeder Lackhersteller, aber wahrscheinlich auch jedes Produktionslos eines Lackes, unterschiedliche Farbtöne von RLM 81, 82 und 83 ergab. Die Flugzeug- und Baugruppenhersteller lackierten dann ihre Teile mit diesen unterschiedlichen Farbtönen.

Für RLM 81 war deshalb jeder Farbton im Bereich von Dunkelgrün bis Dunkelbraun möglich! Das ist aber auch die Antwort warum die Flugzeughersteller den Farbtönen so unterschiedliche Namen gaben. Sie beschrieben einfach genau den Farbton welchen sie von ihrem Lackhersteller geliefert bekamen!!

Für uns Modellbauer bedeutet das, falls in einer Anleitung eine Lackierung in den Farbtönen RLM 82/83 vorgegeben wird, daß wir hier nichts anderes haben als eine Lackierung in RLM 81/82, allerdings mit der dunkelgrünen Variation von RLM 81! Dunkelgrün RLM 81 hatte einen dunkelgrünen Farbton welcher RLM 83 sehr ähnlich war. Eine Unterscheidung dieser beiden, sehr ähnlichen, Farbtöne auf einem 60 Jahre alten S/W-Foto ist eigentlich unmöglich.

Meine Arbeiten an diesem Thema zeigen, daß die vom RLM eingeführten Farbtöne heutzutage folgenden RAL-Farbtönen entsprechen:
RLM 81 = Dunkelbraun = RAL 8019

RLM 82 = Hellgrün = RAL 6003
RLM 83 = Dunkelgrün = RAL 6006

Leider ist die Informationsbasis immer noch sehr dürftig. Zur Zeit gehe ich Hinweisen nach, daß RLM 81, 82 und 83 die Wiedereinführung der Vorkriegsfarbtöne RLM 61, 62 und 64 war. Leider habe ich bis heute noch kein offizielles Dokument gefunden was diese “Wiedereinführung mit neuen Farbnummern” belegt.

Lackierung meines Modells

Basierend auf den oben dargestellten Fakten habe ich die verschiedene Baugruppen meines Modells mit verschiedenen Farben lackiert um das “bunte” Aussehen meines Modells zu erreichen. Ich arbeitete dabei, wie immer, mit Xtra-Color-Farben. Entsprechend meiner Referenzen, war die 2. Staffel des JG 301 in den letzten Wochen des II. Weltkrieges mit Fw 190 D-9 ausgerüstet. Ich habe niemals ein Foto meines Modells gefunden, welches den Anstrich bestätigt, mein Modell ist also eindeutig als “was wäre wenn” einzustufen. Das Blau-Weiß-Blaue Reichsverteidigungsband gibt dem Modell ein attraktives Erscheinungsbild. Im Original war das Band 900 mm breit, dividiert in drei 300 mm breite Teile. Umgerechnet auf den Maßstab 1:32 ergibt dies für jeden Streifen eine Breite von 9,4 mm. Die Farbe der 2. Staffel war Schwarz gewesen. Ich habe deshalb meinem Modell eine schwarze “3” gegeben. Wie daß so ist mit den Vorstellungen und Recherchen zum Bau eines Modells zeigte sich als mein Modell fertig war. Ein belgischer Bekannter machte mich darauf aufmerksam, daß die vom mir gewählte Werknummer die gelbe “3” des 1.KG 54 war. Das Flugzeug ging am 01.04.1945 verloren. Wenn also jemand mein Modell nachbauen will sollte er das Modell als gelbe “3” bauen. Außerdem hatte das KG 54 ein grün/weiß kariertes Reichsverteidigungsband und ich glaube, dass sieht als Modell auch sehr attraktiv aus. Die folgende Tabelle enthält die Farbangaben zur Lackierung der Baugruppen um das “bunte” Aussehen des Modells zu erreichen:

Baugruppe

Farbton

Xtra-Color

Streifen der Unterseite der Tragflächenvorderkante

RLM 78

X214

Oberseite Höhenruder

RLM 75/80

X207/X215

Aileron, Höhenruder-Unterseite, ETC, Zusatztank

RLM 76

X208

Rumpfoberseite

RLM 81

X210

Rumpfseite und Unterseite

Sky

X7

Motorenverkleidung-Unterseite

Blue FS 15414

X127

Motorenverkleidung-Oberseite

RLM 83

X211

Rumpfunterseite Zugangsklappen

RLM 02

X201

Tragflächenoberseite

RLM 61/62

X219/X220

Maschinengewehr-Verkleidung

RLM 74

X206

Flügelwurzelverkleidung, Flecktarnung Rumpf

BS 241 RAF Dark Green

X1

Meine Referenzen und ihre Besprechung

Monografie Lotnice 21 ”Fw 190 D – TA 152”, Autor Marian Krzyzan, verlegt bei AJ Press, ISBN-83-86208-51-1

Mein Buch ist in polnischer Sprache, deshalb kann ich nur etwas zu Bildern und Zeichnungen aussagen. Das Softcover enthält einen Menge von S/W-Fotos und Zeichnungen. Einige dieser Fotos sind nicht von bester Qualität. Aber ich benutze gerade diese Fotos als Referenz für mein Modell.Auf Seite 39 ist eine TA 152 während der Kompasskompensation abgedruckt. Einwandfrei zu erkennen, daß die Fahrwerksrestabdeckung von Innen Naturmetall belassen ist. Fw 190 D-9 und TA 152 wurden während der gleiche Zeitperiode produziert. Das Foto ist deshalb ein Nachweis für die Naturmetall belassenen Oberflächen in der Fw 190 D-9. Sorgfältige Auswertung des Bildes zeigt weiterhin verschiedene Graustufen auf der Tragflächenunterseite im S/W-Foto. Diese Graustufen zeigen die teilweise unlackierte, in Naturmetall belassene Tragflächenunterseite.Seite 45 enthält zwei Fotos von Fw 190 D-9. Beide Fotos zeigen perfekte Beispiele für Fw 190 D-9 welche aus vorgefertigten Baugruppen zusammengebaut wurden. Das Flugzeug von Romm, für welches im übrigen der Hasegawa-Bausatz Abziehbilder bereit hält, hat einen Rumpf der in der grüngrauen Variation von RLM 76 lackiert ist und eine Motorverkleidung welche in völlig anderen Farbtönen lackiert ist. Weiterhin sind unterschiedliche Graustufen auf der Tragflächenunterseite zu erkennen.Das andere Foto zeigt zwei D-9 fotografiert von oben. Eindeutig erkennbar ist, daß die vordere D-9 eine vom Rest des Flugzeuges unterschiedlich lackierte Motorverkleidung hat, der Rumpf ist mit der grüngrauen Variante von RLM 76 lackiert, die Rumpfverlängerung ist Naturmetall geblieben und des Heck ist in einem leicht helleren RLM 76 als der Rumpf lackiert. Die Farben des Sichtschutzanstriches sind sehr dunkel, ein deutlicher Hinweis auf die Verwendung der dunkelbraunen Variation von RLM 81. Erkennbar ist weiterhin, daß die Verkleidung der Tragflächenwurzel teilweise unlackiert ist und der Farbton sich vom Rest des Flügels unterscheidet. Die Fahrwerksrestabdeckung ist teilweise unlackiert, das untere Teil ist naturmetal belassen.Seite 49 zeigt eine frühe Fw 190 D-9 aus der Produktion des Focke-Wulf Stammwerkes. Der Farbanstrich ist gleichmäßig in identischen Farbtönen über das ganze Flugzeug, einschließlich der vollständigen Lackierung der Tragflächenunterseite.Das Buch enthält auch schöne Aufnahmen des Junkers Triebwerkes der Fw 190 D-9. Diese Fotos zeigen daß der Block des Triebwerkes in einem dunklen Farbton lackiert ist. Vermutlich Schwarz oder diese typisch deutsche dunkelgraue ”Maschinenfarbe”.

Aero Detail 2 ”Focke-Wulf Fw 190D” verlegt bei Dai Nippon Kaiga Co Ltd., ISBN-4-499-20547-6

Aero Detail Bücher gehören zu meinen bevorzugten Referenzen für den Modellbau. Die hochwertigen Fotos zeigen alle Details um das Modell zu verbessern. Dieses Ausgabe für die Fw 190 D-9 enthält auch diese Fotos. Leider wird die Qualität dieses Mal durch die teilweise erschreckend schlechte Qualität der Restauration der Fw 190 D-9 in den USA stark beeinträchtigt. Dieses ist keine Kritik an der Aero Detail Buchserie, sondern mehr eine Kritik an der Qualität der Restauration von Flugzeugen in den USA.Ich benutzte die Fotos des Triebwerkraumes welche durch den Fahrwerksschacht sichtbar sind um das Modell an dieser Stelle zu verbessern.

Model Art No. 336 ”Focke-Wulf Fw 190 D & TA 152” verlegt bei Model Art Co. LTD

Der größte Mangel dieses Buches ist der, daß es ausschließlich in Japanisch geschrieben ist. Zum Glück enthält es eine große Menge an Zeichnungen und Fotos welche wertvoll für die Detaillierung des Modells sind. Bedauerlicherweise sind diese Fotos alle in B/W. Dieser Nachteil verhindert, daß das Buch bei mir den gleichen Stellenwert erhält wie das Aero Detail Buch. Auf Seite 121 findet man in diesem Buch eine Aufnahme des Triebwerkraumes aus einer anderen Perspektive. Dieses Foto, in Verbindung mit den Fotos aus dem Aero Detail dienten zur zusätzlichen Detaillierung des Triebwerkraumes des Modells.Das Buch enthält weiterhin schöne Farbzeichnungen von Fw 190 D-9 und eine gute RLM-Farbtonkarte, welche die Farbtöne zeigen die bei der D-9 verwendet werden.Insgesamt gesehen ist dieses Buch eine gute Ergänzung zum Aero Detail Buch.

Focke-Wulf Fw 190 / Ta 152 geschrieben von Manfred Griehl/Joachim Dressel verlegt bei Motorbuch Verlag, ISBN 3-613-01681-8

Dieses Buch beschreibt alle Modellvarianten der Fw 190 ob als Jagdflugzeug, Jagdbomber oder Panzerjäger, einschließlich der TA 152.Befassen wir uns mit dem Kapitel über die Fw 190 D-9. Das Buch enthält viele Fotos welche ich als Vorbilder für mein Modell verwendet habe.Auf Seite 211 ist das Bild einer Fw 190 D-13 mit einem Rumpf der in der grüngrauen Variation von RLM 76 lackiert war, einer Rumpfverlängerung in einem anderen Farbton und einer leichten Fleckentarnung am Rumpf. Die Markierungen sind vom maximal vereinfachten Typ.Seite 216 zeigt eine andere Fw 190 D-13 mit der gleichen Lackierung wie die D-13 auf Seite 211. Die Lackierung des Rumpfes und der starke Fleckenanstrich der Heckpartie dienten als Vorbild für mein Modell.Seite 217 zeigt das Bild einer frühen Fw 190 D-9 mit einer einheitlichen Lackierung und einem Balkenkreuz aus der mittleren Zeitperiode (Schwarzes Kreuz und weiße Winkel).Auf Seite 220 sind zwei Fotos gedruckt. Das obere Foto zeigt eine späte Fw 190 D-9 mit einem Rumpf in grüngrau und einer Triebwerksverkleidung welche in verschiedenen Farbtönen lackiert ist.
Das untere Foto ist eine Detailaufnahme des Cockpitbereichs einer frühen Fw 190 D-9. Das Bild zeigt wunderschön wie die Nietreihen und Beplankungsstöße sich dunkel von der Lackierung abheben. Dies ist eine gute Vorlage für den Modellbauer um seine Modelle vorbildgetreu zu altern.Seite 223 zeigt eins von nur zwei bekannten Fotos einer Fw 190 D-9 mit einem TA-152 Leitwerk. Erkennbar, daß das Wrack ausgebrannt ist. Der Rumpf ist in grüngrau lackiert. Die einwandfrei erkennbare Werknummer war meine Referenz um die Werknummer meines Modells mittels einem PC und Drucker zu erstellen. Ich wählte die Werknummer 500648 für mein Modell.Seiten 252 und 253 zeigen drei verschiedenen Fotos von D-9. Besonders das Foto auf Seite 253 ist sehr interessant, weil es die Tragflächenoberseite zeigt. Der Sichtschutz in RLM 81/82 diente als Vorlage für mein Modell. Alle drei Fotos zeigen die scharfe Farbtrennlinie der Lackierung der Triebwerksverkleidung.Seite 256 zeigt zwei frühe Fw 190 D-9 mit einer Spirale auf dem Spinner. Beide Flugzeuge habe starke Auspuffspuren. Dieses diente als Vorbild für mein Modell.Seite 264 zeigt ein Foto eines perfekten Beispiels für eine späte Fw 190 D-9. Das fleckige Aussehen der Tragflächenunterseite deutet auf eine teilweise unlackierte Unterseite hin. Erkennbar ist außerdem der Farbtonunterschied zwischen Triebwerksverkleidung und Rumpf.Aufgrund der Menge an brauchbaren Fotos und Zeichnungen ist dieses Buch jedem zu empfehlen, welcher eine Fw 190 bauen will.

”Doras of the Galland Circus”, geschrieben von Jerry Crandal und verlegt bei Eagle Editions LTD., ISBN 0-9660706-2-3

Ein Buch welches nur über die Fw 190 D-9 des JV 44 berichtet. Das Buch enthält die wohl größte Anzahl an Fotos über diese Flugzeuge welche jemals veröffentlicht wurde und eine Reihe von sehr schönen Farbzeichnungen des Künstlers Thomas A. Tullis. Die Zeichnungen dienen als perfekte Vorlage für den Modellbauer zur Lackierung seiner Modelle. Die Fotos der Flugzeuge zeigen interessante Details, wie unlackierte Flugzeuginnenseiten, von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Anstricharten und so weiter. Auf Seite 45 ist allerdings eines der wichtigsten Fotos überhaupt abgedruckt: Es zeigte eine Reihe von Fw 190 A-Serien Rümpfen welche durch das anflanschen der Rumpfverlängerung zu D-9 Rümpfen umgebaut werden. Eindeutig erkennbar die lackierten Rümpfe und die unlackierte Rumpfverlängerung.Wiederum ist dieses Buch, aufgrund seiner Fotos und der Zeichnungen, ein Muss für den Modellbauer.

”Yellow 10” geschrieben von Jerry Crandall und verlegt bei Eagle Editions LTD., ISBN 0-9660706-3-1

Ein Buch geschrieben über ein einziges Flugzeug. Dieses Buch folgt dem Stil, aber auch dem Qualitätsstandard, welcher vom o. a. beschriebenen gesetzt wurde.Wiederum ist dieses Buch gefüllt mit Fotos und Zeichnungen, wodurch es erneut zu einer Referenz für den Modellbauer geworden ist. Dabei dient es nicht nur als Referenz für den Bau eines Modells der gelben “10”, sondern kann als Referenz für jedes D-9 Projekt dienen.Die wichtigste Informationen in diesem Buch ist die Darstellung der verschiedenen Typenschilder von einzelnen Baugruppen. Die Typenschilder zeigen, daß die Baugruppen von unterschiedlichen Herstellern einbaufertig geliefert wurden. Einbaufertig heißt ”komplett lackiert” und stellt somit den überprüfbaren Nachweis für die verschiedenen Farbtöne dar, in welchen diese Baugruppen lackiert waren. Verschiedene Farbtöne deshalb, weil die Hersteller über das ganze damalige Deutschland verteilt waren und jeder seinen eigenen Farblieferanten hatte. Was dann zu den unterschiedlichen Farbtönen geführt hat.

”Green Heart – First in Combat with the Dora 9” geschrieben von Axel Urbanke und verlegt bei Eagle Editions LTD., ISBN 0-9660706-1-5

Wieder ein Buch gefüllt mit Fotos und Zeichnungen. Diesmal aber wird auf einen Abschnitt in der Geschichte abgehoben. Nahezu minutiös werden die letzten Monate des II. Weltkrieges aus der Sicht der Piloten des JG 54 beleuchtet. Die meisten Fotos sind typische Erinnerungsfotos welche fast immer Personen im Mittelpunkt habe. Gerade deshalb sind diese Fotos so wertvoll, weil sie eigentlich die Personen meistens in der unmittelbaren Nähe von Flugzeugen zeigen. Auf diesen Fotos sind dann viele Details zu erkennen. Zum Beispiel auf Seite 98 sind zwei D-9 auf einem verschneiten Flugfeld abgebildet. Das vom Schnee reflektierte Licht leuchtet die Unterseite der Tragflächen aus und man erkennt die teilweise unlackierten Tragflächenunterseiten (siehe auch S. 217). Oder die S. 118 zeigt den unlackierten Fahrwerksschacht einer Fw 190 D-9. Oder die Abnutzung der Lackierung vom Einsteigen in das Flugzeug auf S. 153. Das Buch enthält entsprechend seines Themas eine Menge an Fotos von D-9 aus frühen, mittleren und späten Produktionslosen. Weiterhin sind ausgezeichnete Farbzeichnungen (incl. Zwei von Fw 190 A und eine von der Me 262) in diesem Buch enthalten, welche als Referenz für den Modellbauer dienen können.Auf Seite 236 ist das zweite der zwei bekannten Fotos von Fw 190 mit TA 152 Heck abgedruckt. Die Seite 240 enthält eine Farbzeichnung dieses Flugzeuges. Eigentlich unnötig zu schreiben, daß dieses Buch wiedermal ein Muss für die Modellbauer-Bibliothek ist. Diesmal aber noch aus einem weiteren Grund. Das Lesen dieses Buches berührt einen, es gewährt nämlich einen Blick hinter die Kulissen. Es zeigt die privaten Gedanken der Piloten in einem nutzlosen Kampf gegen die überwältigende Übermacht der westlichen Alliierten in den letzten Monaten des II. Weltkrieges. Das Buch ist, allerdings ohne die phantastischen Farbzeichnungen, auch in deutscher Sprache erhältlich.

© M. Ullmann 2009

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