|
Am 18 Januar 1973 gab die USAF bekannt, daß Fairchild der Gewinner der konkurrenzierenden Erprobung war. Fairchild gewann die Ausschreibung vor allem deshalb, weil man von Beginn an der Entwicklung größten Wert darauf legte, daß die Prototypen der A-10 weitestgehend den späteren Serienflugzeugen entsprachen. Dies verteuerte zwar die Prototypen, die USAF mußte Geld nachlegen, hatte aber den Vorteil, daß man quasi nach Ende der Erprobung sofort mit den Vorbereitungen der Serienfertigung beginnen konnte. Der Northrop Entwurf, die A-9, war dort weitaus mehr Prototyp. An ihr waren noch zahlreiche Nachentwicklungen notwendig um sie serienreif zu machen. Fairchild erhielt einen Vertrag über den Bau von sechs Vorserien- und Erprobungsflugzeugen. Das erste dieser Flugzeuge führte seinen Erstflug am 15 Februar 1975 durch. Der erste Flug einer A-10A Thunderbolt II (75-00258) aus der Serienproduktion fand am 21 Oktober 1975 statt. Die USAF plante den Kauf von insgesamt 739 Flugzeugen (einschließlich der sechs Vorserien- und Erprobungsflugzeugen). Allerdings wurde 1983, nach 713 produzierten Flugzeugen, das Programm für beendet erklärt und die Zahlungen eingestellt. Die letzte Lieferung eines Serienflugzeuges fand am 20. März 1984 statt. 1987 kaufte Northrop Grumman das A-10 Programm von Fairchild und war am Ende dann doch irgendwie der Gewinner der A-X Ausschreibung. Im Juni 1978 wurde die erste A-10 Staffel für Einsatzbereit erklärt. Dies war die 345th Tactical Fighter Wing, welche in Myrtle Beach, South Carolina stationiert war. Die Lieferungen von Serienflugzeugen an diese Einheit begannen im März 1977. Exporte der A-10 gab es aufgrund der Restriktionen durch die Munition, welche für ihre panzerbrechende Wirkung abgereichertes Uran enthielt, keine. Diese Munition bringt die A-10 auch immer wieder in die Schlagzeilen, da umstritten ist ob diese Munition gesundheitsgefährdend oder nicht ist. Tatsächlich ist abgereichertes Uran ein Metall wie jedes andere. Da die USA aber das abgereicherte Uran aus Brennstäben ihrer Kernkraftwerke gewinnen (so kann man auch seinen Atommüll entsorgen), ist das abgereicherte Uran mit Plutonium belastet. Nachdem die panzerbrechende Munition das Ziel getroffen verteilen sich die Überreste der Munition als Staub über dem Ziel und dieser Staub enthält auch das Plutonium. Plutonium ist aber selbst in mikroskopischen Dosen extrem giftig und dies macht den Einsatz dieser Munition so umstritten. Die Thunderbolt II wurde 1990/1991 im Golfkrieg eingesetzt. Sie stand in ehemaligen Jugoslawien im Einsatz und wird zur Zeit in Afghanistan intensiv genutzt. Sie wurde ebenso während der Operation “Freedom Iraq” eingesetzt und zeigte hierbei auch ihre Einsatzfähigkeit.
|