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Panavia TORNADO IDS

“43+96” AG51 “Immelmann”, Sonderanstrich zum “Tigermeet 2003”

 kit: REVELL

by Chris "the ripper" Novak

Never say never!.....sag niemals nie!.......tja, das musste schon der Agent ihrer Majestät in einem seiner unzähligen Abenteuer feststellen, und ich für meinen Teil kann das nur bestätigen! Als ich vor einigen Jahren wieder zum Flugzeug-Modellbau kam faszinierten mich, wie auch schon in meiner Jugend, vor allem Propellerflugzeuge, am meisten natürlich die “Warbirds” aus dem 2ten Weltkrieg................ alle Nationen, alle Typen, Jäger, Bomber, egal, Hauptsache mit Propeller vorne dran. “Real planes have props!”, wie schon die Amis sagen, und noch vor ca. 2 Jahren konnte man mich felsenfest behaupten hören: “Jets?..........nix für mich!..................Tja, wie eingangs erwähnt: sag niemals nie!, und nachdem ich dann doch auf einem Flugtag diverse Jet-Klassiker und Typen live erleben konnte ( z.B. Phantom, Tornado, Eurofighter) musste ich eingestehen:...........die Dinger ham scho was! Besonders beeindruckten mich dann nach einigen Recherchen im Internet die vielen diversen Farbschemen, seien es Jubiläums-Anstriche, Sonderanstriche zum Tigermeet usw, und da in meinem “Lager” noch ein einsamer ( war wirklich der einzige Jet zwischen ca. 80 Props) Revell Tornado sein Dasein fristete kam dann die Entscheidung: ok, bau mer halt mal nen Jet! Ein “besonderer” Anstrich sollte es schon sein, und so fiel die Wahl auf ein wunderschönes “Tigermeet-Schema” des AG51 aus dem Jahr 2003. Natürlich sollte auch dieses Modell ein Cutaway sein ( ich wollte ja meinem Stil treu bleiben), und da ich bis dahin keinerlei Erfahrung mit der Technik moderner Kampfflugzeuge hatte waren erst einmal einige Stunden Recherche nötig. Ich muß zugeben, bis dahin hatte mich auch die Komplexität eines modernen Kampfjets von dem Vorhaben abgehalten so ein Ding als Schnittmodell zu bauen, aber schlußendlich besteht auch solch ein komplexes “fliegendes Waffensystem” ( die moderne Bezeichnung für Kampfflugzeug) nur aus Rippen und Spanten, also einem Gerippe und einer Haut aus Blech...........ok, Unmengen Fotos, Details und Zeichnungen aus dem Netz gezogen oder aus Büchern und Magazinen gescannt, sortiert und............frisch ran ans Werk! Wie immer begann ich den Bau mit dem Motor.......äh, sorry...........dem Triebwerk. Leider ist im REVELL Bausatz keines vorhanden, da aber meine Cutaway-Öffnungen auch über den hinteren Rumpf gehen sollten und somit das Triebwerk sichtbar wäre musste also eines gescratcht werden. Kein großes Ding, dazu mussten einige Plastikröhren diverser Durchmesser ( leere Pillendosen erfüllen diesen Zweck hervorragend) herhalten, nach verschiedenen Vorlagen und Fotos wurde das Ganze dann entsprechend detailiert. Die hinteren Rumpfspanten wurden zuvor aus Plastiksheet angefertigt und eingepasst, das Triebwerk dann einfach hineingeschoben ( wie beim Original, gell?)

Die Bremsklappen wollte ich an dem Modell in geöffneter Position darstellen, und da die Steuerbordklappe im “Normalzustand” die hintere Cutawayöffnung verdeckt hätte musste also auch diese dran glauben............mit der Fräse wurde das Material um die Rahmenkonstruktion entfernt, und schon passt´s!

Die Leitwerke wurden ebenfalls “gerippt”, Aufbau von Seitenleitwerk und rechtem Höhenruder erfolgte wie auch bei meinen vorherigen Modellen...........Rippen und Stringer aus Plastiksheet zurechtschneiden, immer wieder anpassen und eventuell korrigieren. Einziger Unterschied zu einem Propmodell aus der Aera WWII: die Profildicken der Flügel sind bei heutigen Flugzeugen ungleich dünner, was das Ganze, obwohl das Flugzeug an sich größer ist, zu einer teilweise recht filigranen Arbeit macht.

Auch der Steuerbordflügel bekam den gleichen Aufbau laut vorhandener Zeichnungen, und auch hier ist die Anordnung aus Rippen und Spanten die altbekannte..........wenn auch aufgrund der moderneren Konstruktion wie eben erwähnt ziemlich filigran. Da die Bremsklappen der Flügel ebenfalls geöffnet dargestellt werden sollten wurden auch diese Bereiche detailiert. Die Klappen selbst wurden aus Modellbaualuminium o,4 mm Dicke angefertigt und rückseitig mit entsprechender Struktur versehen.

BuiltWithNOF

Der weitaus aufwendigste Teil dieses Projekts war die Konstruktion des Vorderrumpfes. Die vielen Zwischenspanten wollten exakt positioniert werden, die Zwischenräume mit der entsprechenden Technik wie Avionik, Maschinenkanone usw. versehen werden und natürlich............Unmengen an Kabeln und Leitungen. Hierfür mussten wieder diverse Detailfotos herhalten, für die Detailierung der diversen Aggregate und Avionikboxen kamen Kleinteile aus alten Computerplatinen zum Einsatz.

Leider hab ich vergessen Fotos vom Rumpf bzw Modell vor dem Lackieren zu schießen, also geht´s gleich zur Lackierung: die Maschine wurde mit TAMYA Füller weiß grundiert, die vordere Hälfte des Rumpfes sowie die Flecken / Tropfen wurden mit Orange lackiert und danach abgeklebt bzw. die Tropfen mit Latex ( im Prinzip nichts anderes als Maskol oder Revell Abdecklack) abgedeckt. Die Tarnlackierung erfolgte mit Revell Farben, nach einer Schutzschicht aus Klarlack glänzend wurden dann die Tigerstreifen mit dem Pinsel aufgetragen, hierzu kam Revell mattschwarz zum Einsatz, stark verdünnt und in mehreren Schichten, damit`s möglichst wenig Pinselspuren gibt.Die Leitwerksgrafik wurde auf dem PC auf Modellgröße gebracht ( ein sauberes Seitenansicht-Foto des Originals ist dazu natürlich unbedingt Vorraussetzung), auf Decalpapier ausgedruckt und dann auf das komplette Leitwerk aufgebracht, am hinteren Rand des Leitwerks sowie an der vorderen Kante konnte dann sauber entlanggeschnitten werden, der Rest wurde dann mit Farbe retuschiert.Die Maschine wurde noch auf einer anständigen Konsole plaziert und bekam noch ein paar Originalfotos für eine anständige Präsentation spendiert.Fazit:............Never say Never!...............mach ich nicht, ist ein geiler Vogel geworden und bleibt mit Sicherheit nicht mein letzter Jet! 

Ups........ganz vergessen: Das RECCE-Pod ist natürlich auch nicht im REVELL Bausatz enthalten und musste somit ebenfalls gescratcht werden. Dazu wurde ein Block aus Balsaholz in passender Größe in Form geschliffen, mit einer Schicht aus Resin überzogen und konnte dann graviert werden.

 

© 2007 C. Novak

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