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Nachdem also die Rippen und Spanten des Vorderrumpfes hergestellt und eingepasst waren erfolgte ein erster Bemalungsschritt, danch gings an´s ausbauen und detailieren: die Kameras des REVELL Bausatzes wurden leicht modifiziert verwendet, für diverse Aggregate und Boxen im Bereich des Cockpits verwendete ich Kleinteile aus alten Computerplatinen, Verkabelung wurde aus Kupfer- und Silberdrähten diverser Stärken angefertigt. Das Cockpit selbst stammt vom Bausatz und wurde durch Unmengen Kleinteile aufgewertet und detailiert, einzig die vordere und hintere Instrumententafel stammt aus einem Eduard Zurüstsatz. |
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Der Schwanz des Vogels.................. |
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......war der nächste Bauabschnitt: das Seitenleitwerk stellte kein größeres Problem dar und wurde mit Rippen und Stringern aus Plastiksheet detailiert. Etwas mehr Aufwand war jedoch beim Höhenleitwerk von Nöten: auch das rechte Höhenleitwerk sollte “gerippt” werden, dummerweise liegen aber dem REVELL Bausatz beide Höhenleitwerke als Massivteile bei. Somit musste ein Leitwerk gescratcht werden, was aber einfacher war als gedacht: das Bausatzteil diente als Schablone für Ober-und Unterhälfte aus Plastiksheet, wiederum Rippen und Stringer einbauen...................fertig. |
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Der mittlere Rumpf........... |
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.........war das wohl Aufwendigste was ich mir bis dahin modellbauerisch “angetan” hatte ( ok, der Vorderrumpf meiner “Tigermeet-Tornado” ist auch nicht ohne, aber das hier.......................der Vogel hat mehr Knochen als ein Brontosaurus), aber auch hier ist die Vorgehensweise die bei mir “übliche”: zuerst den Abguß des Rumpfes erstellen, Rippen anzeichnen und Schablonen anfertigen und dann jede Rippe einzeln aus Plastiksheet zuschneiden und einpassen............dauert pro Rippe ca. 1 Stunde ;-) Etwas “tricky” war hier die Herausforderung die “Form” des Rumpfes auch ohne sichtbare Aussenhaut so gut als möglich zu reproduzieren und beizubehalten. Immer wieder musste auch das bereits fertiggestellte Triebwerk eingeschoben und wieder entfernt werden um sicherzugehen daß am Schluß auch ja alles passt. Ist ne Fieselei, geb ich zu, aber was tut man nicht alles für ein außergewöhnliches Modell............ |
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Nachdem der Innenbereich rund ums Triebwerk detailiert und ausgebaut war erhielt das Ganze eine erste Lage Farbe, danach wurde das Triebwerk endgültig an seine ihm angestammte Position gesetzt ( jedoch nicht ohne vorher noch einige letzte Funktionstests gemacht zu haben) und, in diesem speziellen Fall, mit stinknormalem Fugensilikon für´s Bad großzügig verklebt, besser gesagt “eingebettet”. Das Silikon hat eine für diesen ngewöhnlichen Verwendungszweck sehr willkommene Eigenschaft: es klebt nicht nur hervorragend, es härtet ja auch “gummiartig” aus und dämmt somit eventuell am Triebwerk auftretende Schwingungen oder Vibrationen welche sich somit nicht auf das ganze Modell übertragen......... |
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Die Steuerbord-Tragfläche........... |
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........war der letzte große Bauabschnitt des Projektes und hatte ebenfalls so ihre Tücken. Eigentlich ist die Fläche vom Aufbau her wie jede andere auch, also zwei Hauptspanten und jede Menge Rippen, jedoch ist der Bereich im vorderen Drittel der Fläche beim Original als Flächen-/ Intergraltank ausgeführt, was natürlich auch reproduziert werden wollte. Mit runden Plastikstäben wurde also die tragende/ stützende Struktur dieses Bereichs nachgebildet, der hintere Bereich des Flügels wurde mit Mechanik für Ruderanlenkungen und diversen Leitungen für Treibstoff detailiert. Zuvor jedoch wurden alle Klappen am Rohling abgeschnitten da diese ( Landeklappen und Vorflügel) in ausgefahrener Position dargestellt werden sollten. Hier unterlief mir dann dummerweise ein fataler Fehler: trotz ausführlicher und akkurater Recherche hatte ich die Vorflügel dieser Maschine als “Slats” ausgebildet, erst ein Kollege aus dem LSP-Forum wies mich darauf hin daß die von der Deutschen Luftwaffe geflogenen “RF4-E” Phantom-Aufklärer die früherer Version dieser Vorflügel, nämlich eher “Flaps” in der Funktionsweise normaler Landeklappen, verwendeten. Zu meiner Verwunderung musste ich feststellen daß der Fehler aber weniger bei mir als vielmehr beim verwendeten Recherchematerial lag, denn trotzdem ich zu den Vorflügeln mehr als 60 Detailfotos gesammelt hatte zeigte kein Einziges davon den alten Klappenmechanismus, wovon ich mich natürlich als “Jet-Anfänger” in die Irre leiten ließ. Nachdem mir die richtigen Fotos von Kollegen zur Verfügung gestellt wurden mussten also die Vorflügel überarbeitet, oder besser “wieder entfernt” werden, und neue Flaps wurden angefertigt. Vor dem Zusammenfügen der Ober-und Unterschalen der Fläche wurde der Ausbau noch bemalt und auch die elektrischen Leitungen für Positionslichter wollten nicht vergessen werden. Die Zuleitung für die Stromkreise am Modell – einmal 3V für Turbine, einmal 3V für Beleuchtung – führen übrigens ( wie bei allen meinen Modellen) als Bremsleitungen getarnt am Fahrwerk entlang durch die Räder in die Konsole in welcher die Batterien und ein Schalter untergebracht sind. |
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Bemalung Nach dem Zusammenbau aller Teile erfolgte die Bemalung nach der üblichen Vorbereitung: grundieren mit TAMYA Füller weiß ( aus der Spraydose), korrigieren eventueller Spalte durch Spachteln und Schleifen und nochmal grundieren um eine homogene Oberfläche zu erhalten. Die Lackierung selbst erfolgte mit 2K-Autolacken, zuerst wurde grob der schwarze Bereich am vorderen Rumpf gebrusht, danach die orange Fläche, zum gleichmäßigeren Decken wurde Orange 3 mal aufgetragen. Danach wurden die schwarzen Tigerstreifen mit einem weichen Bleistift angezeichnet, als Vorlage diente hier eine Kopie des Eingangs erwähnten 1/72er REVELL Bausatzes. Die einzige, dafür aber massive, Schwierigkeit bei diesem Farbschema war folgende: auf einigen Fotos dieser Maschine ist einwandfrei ersichtlich daß die Lackierung am Original “frei Hand” erfolgte, zu erkennen am ganz leichten Spritznebel der einzelnen Tigerstreifen. Somit konnte auch am Modell nicht abgeklebt werden, selbst hergestellte Decals in schwarz entfielen ebenfalls ( da diese ja auch einen scharfen Rand haben würden), blieb also nur: ebenfalls frei Hand. Die Streifen wurden wie schon erwähnt mit Bleistift leicht vorgezeichnet, danach gings mit der Airbrush, Düse 0,18 mm, ans Werk. Die schwarzen Bereiche/Streifen waren dabei gar nicht einmal das große Problem, vielmehr mußte immer wieder mit Orange außen um die Streifen korrigiert und nachgebessert werden um den Bereich des Spritznebels so klein und doch irgendwie “scharf” wie möglich zu bekommen. Einige Sessions waren schon nötig, vor allem weil dir nach etwa 2 Stunden mit der Airbrush schier der Finger abfällt, aber der Aufwand hat sich gelohnt. |
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Zum Schluss noch Decals drauf: die Embleme des Seitenleitwerks wurden nach Erstellung auf dem PC auf Decalpapier weiß ausgedruckt, die Kennung kam aus der Restebox eines Clubkollegen ( thanx Michael), und das war´s auch schon................mehr Markierungen hat der Vogel nicht. Fazit: Eines meiner aufwendigsten Projekte bisher und, was den Zeitfaktor angeht, hart an der Grenze, denn nach ca. 3 Monaten fast täglichen Bauens an einem Projekt verliert man dann doch irgendwie die Lust und die Motivation.........also dann runter mit dem Vogel vom Tisch. Hat aber dennoch Spaß gemacht und schlußendlich einen “eyecatcher” hervorgebracht der schon den einen oder anderen Preis gewonnen hat. |
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© 2007 C. Novak |
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