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TRUMPETER  “Su-27”

Baubericht von

C. Novak

Teil 1

In der realen Welt gehört die Su-27 Familie wohl zu den erfolgreichsten Kampfflugzeugentwicklungen der Gegenwart, beeindruckend durch die Vielzahl der Versionen und deren Einsatzbereichen als Bomber, Abfangjäger, Trägerflugzeug usw. Nur wenige Kampfflugzeuge wurden im Laufe ihres Lebens so oft “geupdated” und modernisiert wie die Su-27, und der Höhepunkt dieser Entwicklung dürfte wohl der Einsatz von vektorgesteuerten Triebwerken in einem im Einsatz befindlichen Kampfflugzeug darstellen, was der Su-27 eine schier überirdische Wendigkeit gibt und Flugmanöver erlaubt, welche die Gesetze der Physik außer Kraft zu setzen scheinen. In der Modellbauwelt hat TRUMPETER schon vor einigen Jahren die Fangemeinde mit einem Bausatz im Maßstab 1/32 beglückt, und auch hier beeindruckt die schiere Größe des Flugzeuges. Leider wurde die Freude über diesen Vogel in der ersten Ausgabe etwas getrübt da TRUMPETER einige markante Fehler an wichtigen Teilen des Flugzeuges unterlaufen sind: die Windschutzscheibe hat nicht die korrekte Form, die Nase ist markant zu kurz und etwas zu bauchig geraten und schließlich ist der Querschnitt der Triebwerkseinlässe schlichtweg falsch! Im Original sind diese, von vorn gesehen, quadratisch, beim TRUMPETER - Bausatz jedoch rechteckig. Kann man als Modellbauer mit der schlechten Wiedergabe der Windschutzscheibe und der Nase noch gerade so leben, so sollte doch die Form der Lufteinlässe unbedingt korrigiert werden. TRUMPETER hat diese markanten Fehler bei den später aufgelegten Versionen des Bausatzes einigermaßen behoben, jedoch ist auch ein absolut empfehlenswertes Set von Zurüstteilen von Zactomodels erhältlich, welches die genannten Partien der Su-27 äußerst detailiert und originalgetreu wiedergibt. “Meine” in diesem Baubericht beschriebene Su-27 soll eine “SMK” werden und wird natürlich, wie von mir gewohnt, als “Cutaway” ( Schnittmodell)  ausgeführt.......bei der aufwendigen Konstruktion der Su-27 mit ihren von der Nase zum Doppelrumpf übergehenden Partien ein sicherlich interessantes Unterfangen, doch wie steht schon auf einer bekannten P-47 aus dem zweiten Weltkrieg als “Nose-art” geschrieben: “No guts, no glory”!

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Triebwerksgondeln/ Lufteinlässe

Wie eingangs beschrieben ist TRUMPETER bei der Formgebung der Triebwerksgondeln ein schwerer Fehler unterlaufen, welcher unbedingt korrigiert werden sollte. Obwohl ich ein komplettes SU-27-Correctionset von ZACTOMODEL aus den USA mein Eigen nenne wollte ich mir den Spaß nicht nehmen lassen und meine Triebwerksgondeln selbst korrigieren. Dies ging auch leichter als zuvor befürchtet: für den Querschnitt der Lufteinlässe wurde nach Referenzfotos und -zeichnungen eine Schablone mit den korrekten Maßen angefertigt und in die zuvor aufgeschnittenen, nur mit Sekundenkleber fixierten Teile der Lufteinläufe eingepasst. Die entstandenen Lücken wurden mit Plastiksheet aufgefüllt und das Ganze sauber verspachtelt und verschliffen. Einige dabei zu Schaden gekommene Gravuren wurden nachgezogen, die angefertigten Schablonen wurden weiter verwendet und zu FOD´s umge baut.

Die dem Bausatz beiligenden “Gitter” für die Unterseite der Lufteinläufe sind ebenfalls nur sehr grob und schematisch von TRUMPETER wiedergegeben, und so wurden auch diese von mir nach Originalfotos selbst gefertigt: in die dementsprechende Öffnung ein Stück Plastiksheet eingesetzt und graviert....fertig!

Auch diverse Details an den Lufteinläufen wurden überarbeitet bzw. ergänzt, schlecht wiedergegebene Leitungen wurden abgeschliffen und neu nachgebildet. Am Bausatz schlichtweg nicht vorhanden: diverse Hydraulikleitungen/ Steuerteile an der Außenseite der Lufteinläufe! An dieser Stelle hat TRUMPETER nur ein einfaches, geschlossenes Panel in die Oberfläche eingearbeitet, dieses wurde wie beim Original geöffnet und mit Leitungen nach Referenzfotos ergänzt.

Hinterer Rumpf und Triebwerk

Hier beginnen die ersten größeren Herausforderungen: nachdem ich wie üblich die innere Form des gesamten Rumpfes durch einen Gipsabguß abgenommen hatte wurden die Hauptspanten der rechten Triebwerksseite gefertigt. Notiz: die Cutawayöffnung, also der Schnitt durch die Außenhaut des Modells, verläuft nur auf der rechten Seite, also Steuerbord, somit muß auch nur die rechte Seite dementsprechend detailiert werden.

Ein komplettes Triebwerk liegt dem TRUMPETER-Bausatz leider nicht bei, hier muß also gescratcht werden was das Zeug hält. Nach Fotos vom Original wurde ein Triebwerksrohling aus Plastikröhrchen diverser Durchmesser gefertigt, gleich verbunden mit den Triebwerksdüsen aus dem Bausatz. Nachdem der innere Rumpf in entsprechender Farbe grundiert war wurde das noch “rohe” Triebwerk , ebenfalls in den passenden Farben grundiert, gleich eingebaut und fixiert. Die Detailierung des Antriebes musste in eingebautem Zustand erfolgen, da aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse im Triebwerksschacht ein einfaches “Einschieben” des fertigen Teils, so wie ursprünglich geplant, nicht möglich war. Dies bedeutete einen nicht geringen Mehraufwand und machte die Verlegung der Unmengen an Leitungen keinesfalls einfacher. Zur Detailierung der Turbine vom Typ SATURN AL-31 kamen diverse Materialien wie Messingdrähte und - röhrchen verschiedenster Durchmesser sowie Lötzinn zum Einsatz, aufgebaut wurde das komplexe Leitungswerk in mehreren Layers, heißt: eine Lage Röhren- und Kabelwerk verlegen, bemalen, danach die nächste Lage.

Teil 2

Ende Teil1

© Copyright C.Novak 2010

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