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Der später von Heller herausgebrachte Bausatz (Nr. 80355) stellt die CR Version dar. Rumpf und Tragflächen sind unverändert (allerdings ohne die Teile für den Doppelsitzer) aber viele der kleineren Teile wurden überarbeitet. Einige der Veränderungen, wie z.B. der Entfall des Klarsichtteils für den Scheinwerfer, sind allerdings nicht zum Positiven geraten. Die als neues Teil enthaltene Kameraausbuchtung enthält leider kein Klarsichtteil für das Kamerafenster. Der zusätzliche Lufteinlass der CR unter dem Rumpf ist als separates Teil beigefügt. Im Bausatz sind nun deutlich bessere, aber noch immer inkorrekte (hintere Leitwerke) Magic Lenkwaffen enthalten, sowie zwei gute 1.200 Liter Zusatztanks. Die äußeren Tragflächenstationen mit Matra Phimat Behältern wurden ergänzt, allerdings ist die Form der Stationen nicht korrekt wiedergegeben. Ebenfalls enthalten ist ein Raphael SLAR 2000 Behälter für die Rumpfstation. Die Abziehbilder sind für ein Flugzeug (NC30) der Escadre de Reconnaissance 2/33 mit stilisierten Schwalben auf beiden Seiten des Leitwerks. Heute tragen die Flugzeuge normalerweise einen Mix verschiedener Escadrille Wappen, darunter ist auch der ”kleine Prinz” des Autors Antoine de Saint Exupéry, der 1944 bei einem Einsatz mit einer P-38 dieser Staffel ums Leben kam.
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Der Bausatz der Mirage F1CT enthält alle Teile des CR Bausatzes und einen neuen Gussast mit folgenden Teilen: neues Seitenleitwerk (mit versenkten Gravuren) mit den typischen eckigen Radarwarnempfängern und ein 2.200 Liter Tank. Dieser Tank wurde zuerst bei Überführungsflügen irakischer Mirage F1EQ benutzt und ist nun auch an der F1CT regelmäßig im Einsatz. Die Laserverkleidung unter dem Rumpf ist als neues Klarsichtteil beigefügt. Die Abziehbilder sind für ein Flugzeug des E.C. 2/30, waren aber in meinem Bausatz mit etwas Versatz gedruckt.
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Airfix
Als zweiter Hersteller brachte Airfix 1979 einen Mirage F1 Bausatz heraus. Obwohl die Kontur generell recht gut getroffen ist, beeinträchtigt auch hier der zu schmale Bugbereich das Gesamtbild. Ebenso ist die zylindrische Verkleidung des Bremsschirmbehälters in der Seitenleitwerkswurzel etwas unterdimensioniert. Dagegen ist die zweiteilige Cockpithaube hier korrekt wiedergegeben. Die Tragflächen haben schön gravierte Spoiler, die Vorflügel sind hingegen als erhabene Linie geprägt. Im Cockpit gibt es erhabene Details auf der Frontkonsole, aber keine auf den seitlichen Instrumentenbrettern. Der Schleudersitz hat eine gewisse Ähnlichkeit mit einem MB Mk. 4. Die Luftbremsen sind als separate Teile enthalten und haben eine korrekte Anzahl von Vertiefungen, welche die Löcher darstellen sollen, aber wie bei Heller fehlen die Arme. Die Teile für das Fahrwerk sind sehr fein ausgeführt (im Original sehen sie eher stabiler aus), die Fahrwerksschächte sind zu flach geraten. Die Räder des Hauptfahrwerks haben korrekte Felgen mit 9 Löchern sind aber nicht sehr sauber modelliert. Auf dem linken Lufteinlass gibt es eine Vertiefung an der Stelle wo der Scheinwerfer sitzen sollte, ein Klarsichtteil dafür gibt es leider nicht. Die Triebwerksdüse ist außen schön detailliert, aber nicht tief genug. Die beiden kleinen Lufteinlässe auf dem Rumpf im Bereich des Triebwerks fehlen völlig, ebenso die Lufteinlässe unter dem Rumpf. Die Außenlasten sind recht umfangreich und enthalten die üblichen Paare Magic und Matra R 530 Lenkwaffen, die wesentlich besser sind als die von Heller. Zwei gute 1.200 Liter Tanks mit Alkan 915/916 Unterflügelstationen und ein dritter Tank für die Rumpfstation, sowie wahlweise ein Bombenträger, liegen ebenfalls bei. Abziehbilder gibt es für eine französische Maschine des E.C. 2/30 ”Normandie Niemen”, sowie für eine südafrikanische F1CZ mit Wappen der dritten Staffel. In meinem Bausatz waren allerdings die Abziehbilder zu sehr verdruckt, um sie benutzen zu können. Zusammengefasst ist dies unter Berücksichtigung des Alters kein schlechter Bausatz. Sofern man die unterdimensionierte Nase akzeptiert, lässt sich ein gutes Modell daraus bauen.
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Hasegawa
Der dritte Bausatz der Mirage F1 kam 1983 von Hasegawa. Meines Erachtens gibt dieser Bausatz die Kontur der Mirage F1 am besten wieder. Er besitzt im Gegensatz zum heutigen Hasegawa Standard aber keine versenkten Gravuren. Das Cockpit kommt wie üblich als Wanne, in die der Steuerknüppel und der Schleudersitz, der leider nur entfernte Ähnlichkeit mit einem Mk. 4 hat, installiert werden. Die Seitenkonsolen sind zu kurz, für alle Instrumentenbretter gibt es Abziehbilder. Gemäß Bauanleitung soll das Cockpit “aircraft gray” bemalt werden, tatsächlich ist es aber schwarz. Wie in allen anderen Bausätzen ist der Bereich unter der vorderen Cockpitverglasung zu überarbeiten und die Glasscheibe des Head Up Displays zu ergänzen. Die kleinen Lufteinlässe am Heck sind als Teil des Rumpfes modelliert, aber dadurch zu flach und zu breit geraten. Ich nehme an, anders hätte man die Rumpfhälften nicht aus der Form bekommen. Der Lufteinlass unter dem Rumpf ist vorhanden, aber zu sehr in der Mitte. Im Original reicht er nicht über die Mittellinie. Die Luftbremsen haben eine korrekte Form (inklusive der Arme) haben aber vier Reihen mit jeweils vier Vertiefungen um die Löcher zu simulieren. Um dies auf die richtigen 19 Löcher in 5 Reihen abzuändern, kann man entweder die Vertiefungen zuspachteln oder die Luftbremsen gleich neu anfertigen und die Löcher hineinbohren. Für diese Stelle bedauere ich am meisten, dass es keinen Zurüstsatz mit Fotoätzteilen gibt. Das Fahrwerk ist gut ausgeführt, die Felgen des Hauptfahrwerks haben allerdings nicht wie im Original 9 Löcher, sondern an der Stelle eher so etwas wie angedeutete Radmuttern. Die beiden Klarsichtteile der Cockpitverglasung sind korrekt ausgeführt, weitere Klarsichtteile für Scheinwerfer gibt es jedoch nicht. Dafür ist die Luftbetankungssonde für die F1C-200 oder E beigefügt, sowie eine stehende Pilotenfigur und eine (relativ dicke) Einstiegleiter. Die Passgenauigkeit ist generell recht gut, mit Ausnahme der Luftbremsen, die bei geschlossener Anbringung einige Nacharbeit erfordern. Als Außenlasten gibt es die übliche Abfangjägerbewaffnung, bestehend aus einem Tank für die Rumpfstation, Matra R 530 und Magic Raketen. Die Magic sehen auf den ersten Blick nicht schlecht aus, haben aber zu schmale Heckleitwerke. Die Abziehbilder sind für Maschinen der E.C. 1/5 ”Vendée” and E.C. 1/12 ”Cambresis”, die letztgenannte ist auch in Tiger Meet Ausführung möglich. Unglücklicherweise ist die große Seitenleitwerksmarkierung für die E.C. 1/12 mit silber-grauem Hintergrund gedruckt, was sich mit dem grau-blauen Anstrich nicht vereinbaren lässt. Obwohl einige Schwächen des Bausatzes aufgelistet wurden, halte ich diesen Bausatz für den eindeutig besten im Maßstab 1:72. Hasegawa hat den Bausatz auch mit verschiedenen Sondermarkierungen neu aufgelegt, unter anderem zwei davon als F1 C ”Normandie Niemen” in Sonderanstrichen. Allerdings handelt es sich bei den Maschinen dieser Staffel im Original um die CT Version, für die Hasegawa die notwendigen Teile nicht ergänzt hat. 2009 ist ein Combi Pack mit zwei F1CR erschienen. Dieser enthält Teile und Abzeichen für zwei Modelle, aber nicht alle erforderlichen Teile um diese tatsächlich als CR Version zu bauen.
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ESCI
Als letzter Hersteller kam ESCI 1983 mit einer neuen Mirage F1 in 1:72 auf den Markt, die es in drei verschiedenen Bausätzen als C, CR und E gab. Der Bausatz ist im Prinzip eine (leider fehlerbehaftete) Verkleinerung des 1:48 Bausatzes. Um mit dem Positiven zu beginnen: der Bausatz hat als einziger 1:72 Bausatz versenkte Gravuren. Der Rest ist allerdings recht enttäuschend. Der Rumpf hat eine korrekte Seitenkontur mit Ausnahme des oberen Teils des Seitenleitwerks, dessen Linie zu stark abfällt, wirkt allerdings im hinteren Rumpfbereich zu eckig. Die Hauptschwäche ist allerdings der zu breit geratene Cockpitbereich, mit einer zu breiten und zu langen vorderen Cockpitverglasung und zu breiter und zu kurzer Haube. Diese Klarsichtteile sind damit schlicht unbrauchbar. Für das Cockpit gibt es eine aus mehreren Teilen bestehende Wanne, die aber zu hoch im Rumpf sitzt und damit keinen richtig dimensionierten Schleudersitz aufnehmen kann. Bei dem im Bausatz enthaltenen Sitz fällt es ausgesprochen schwer, Ähnlichkeiten mit einem Mk. 4 oder Mk. 10 zu entdecken. Die in meinem Bausatz als separates Teil enthaltene Kameraausbuchtung hat eine falsche Form und hätte auch besser als Klarsichtteil gestaltet werden sollen. Es sind auch keine Klarsichtteile für die Scheinwerfer enthalten. Die Luftbremsen sind nicht als separate Teile ausgeführt, besitzen aber die richtige Anzahl von Vertiefungen, mit denen die Löcher dargestellt werden sollen. Bezüglich der Lufteinlässe auf dem hinteren oberen Rumpfbereich und unter dem Rumpf gilt das Gleiche wie beim Hasegawa Bausatz. Das Fahrwerk sieht gut aus, allerdings sind die Räder recht einfach gehalten. Eine Luftbetankungssonde ist im Bausatz enthalten. In meinem Bausatz (Nr. 9063) bestehen die Außenlasten aus einer AM-39 Exocet Rakete für die Rumpfstation und zwei 1.200 Liter Tanks mit guten Alkan 915/916 Außenlastträgern für die Unterflügelstationen. In diesem Bausatz fehlen allerdings die Startschienen an den Tragflächenenden und die Magic Lenkwaffen völlig. Die Abziehbilder sind für eine irakische F1EQ5 Nr. 4560, eine südafrikanische CZ der 3. Staffel und eine jordanische CJ. Die arabischen Zahlen sehen allerdings etwas merkwürdig und zu fett gedruckt aus. Die jordanischen und irakischen Hoheitszeichen (letztgenannte nur für den Rumpf) sind zu klein, die Anleitung zeigt die Anbringung der irakischen Abzeichen auf dem Kopf. Alles in allem ist dies, obwohl als einziges Bausatz mit Gravuren versehen, kein empfehlenswerter Bausatz.
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Revell
Bei diesem 2008 erschienen Bausatz der Mirage F1C handelt es sich um die Teile des Hasegawa Bausatzes im Revell Gewand. Es gelten daher grundsätzlich die zum Hasegawa Bausatz gemachten Anmerkungen, d.h. dieser Bausatz gibt die Kontur der Mirage F1 in 1:72 meines Erachtens am besten wieder. In der Revell Version sind nun sehr gut gedruckte und umfangreiche Abziehbilder für die Nr. 5-OD der E.C. 2/5 “Ile de France”, sowie die Nr. 330-AG der EET 5/330 “Cote d’ Argent” im Tiger Meet Sonderanstrich von 1996 enthalten.
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Zurüstsätze 1/72:
Einen Umbausatz für den Doppelsitzer gibt es von Heritage Aviation. Dieser ist für den Airfix Bausatz vorgesehen und enthält Seitenruder, neuen Rumpfrücken und Cockpitbereich aus Resin sowie einen Schleudersitz und zwei Instrumentenbretter aus Metall. Es liegen zwei neue vakuumgeformte Hauben bei. Da die Nase des Airfix Bausatzes verwendet werden soll, gibt es bei diesem Umbausatz auch das Problem, dass der Bereich der Nase zu schmal ausfällt. Zudem sind die übrigen Teile wenig detailliert und auch die Qualität der Hauben ist eher mäßig. Somit ist dies mangels Alternativen eher ein Umbausatz für den Mirage Freak, der mit entsprechendem Aufwand hieraus ein ansprechendes Modell gestaltet.
Wer eine Mirage F1 in der A Version bauen möchte, kann dies mit Hilfe des Spinners (Scaleworx) Umbausatzes Nr. 7201 tun. Dieser enthält 5 Teile in Resin, nämlich zwei Nasen, eine davon mit ausgefahrenem Luftbetankungsstutzen, die ausgefahrene Luftbetankungssonde, eine Triebwerksdüse und einen Mk. 4 Schleudersitz. Andere Feinheiten wie z.B. die für die A Version typischen Lufteinlasskegel, die Heckflossen mit integrierten Chaff/Flare Auswerfern oder die ELISRA Radarwarnempfänger sind nicht enthalten. Es liegt ein kleiner Abziehbilderbogen bei.
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Ein Cockpit Set für die F1C d.h. mit Mk. 4 Sitz kommt von Pavla (Nr. C72072) und ist für den Hasegawa/Revell Bausatz gedacht. Hiermit wird das doch eher spartanische Cockpit dieses Bausatzes deutlich aufgewertet.
Weiteres Zubehör:
Alternative Außenlasten findet man in folgenden Bausätzen:
Heller Bewaffnungssatz (Nr. 80510 Armement F/US/OTAN): Super 530 und Magic Lenkwaffen, AS 30 Laser und ATLIS Behälter, Durandal und Belouga Bomben, Remora, Barax und Barracuda ECM Behälter
Italeri Bewaffnungssatz (Nr. 177): schlechte Magics (falsche, zu weit vorne positionierte Steuerflächen, falsche Heckleitwerke) Matra F4 Raketenbehälter
Italeri Jaguar A (Nr. 078): AS 30 L, ATLIS laser pod, zwei 1.200 Liter Tanks (die Flächen wären zu ergänzen), Barracuda und Barax ECM Behälter (und unbrauchbare Magic Raketen)
Schleudersitz:
Den Martin Baker Mk. 4/6 Sitz gibt es aus Resin von verschiedenen Herstellern. Einen Mk. 10 Sitz in der Mirage Version gibt es z.Zt. nicht, die Tornado Mk. 10 Sitze sind doch im oberen Teil erheblich unterschiedlich. Meine bevorzugte Lösung für den Mk. 10 Sitz ist der Umbau des oberen Teils eines Mk. 4/6 Sitzes.
Abziehbilder:
Einige Abziehbilder für französische Mirage F1 gab es bereits seit längerem von Model Decal (Nr. 45 für E.C. 1/12, Nr. 69 für E.C. 1/10, 3/5, 2/12, 3/12). In jüngerer Zeit sind einige weitere Hersteller hinzugekommen: Berna Decals (F1CR, CT, F1M Tiger Meet 2006 und 2008), Toulouse Decals (F1CR special), und Syhart (verschiedene Sonderanstriche, u.a. F1C Tiger Schema 12-YH von 1991 und 12-YA von1994), alle sind auch in 1:48 erhältlich. Das gleiche gilt für den Model Alliance Bogen für die F1B mit Sonderanstrich zum sechzigsten D-Day Jubiläum.
Umfangreiche Abziehbilderbögen für die übrigen Luftwaffen kommen von Carpena and Albatros, beide sind auch in 1:48 erhältlich.
Carpena (Nr 72.02) bietet Markierungen für alle Einsatzländer, darunter auch eine Maschine der E.C. 1/5 Vendée der Armée de l’Air mit Sonderbemalung zur 50.000sten Flugstunde. Der Doppelbogen ist gut gedruckt und hat Stencils in französisch, englisch, afrikaans und spanisch. Ein Problem ist, dass viele der Hoheitszeichen etwas unterdimensioniert sind. Für die jordanische Version z.B. müssten die Hoheitszeichen für die Tragflächen 50 % größer sein. Trotz dieser Mängel ist dies ein recht brauchbarer Abziehbildersatz.
Albatros hat 2001 einen hervorragenden mehrseitigen Abziehbildersatz (ALC-72010) in begrenzter Auflage herausgebracht, von dem sicherlich nur noch schwer ein Restexemplar zu bekommen ist. Enthalten sind Abzeichen für Maschinen aus Südafrika, Libyen, Jordanien, Irak, Griechenland, Marokko und Spanien, für die es mehr Details und Optionen gibt als bei Carpena. Bei der Größe der jordanischen Abzeichen wurde leider der gleiche Fehler gemacht. Die Anleitung ist mehrseitig und in Farbe gedruckt. Ich würde persönlich für alle darauf enthaltenen Länder den Albatros Bogen vorziehen, für die übrigen ist Carpena aber eine gute Alternative.
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Die Mirage F1 Bausätze in 1:48
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Zurzeit sind zwei Bausätze der Mirage F1 im Maßstab 1:48 erhältlich. Die lange nicht mehr erhältliche F1 von ESCI ist bei Italeri wieder im Angebot, während der Doppelsitzer von Fonderie Miniature abgedeckt wird.
Italeri (Nr. 2618)
Der ESCI Bausatz der Mirage F1 stammt aus den späten siebzigern Jahren und wurde in einigen Ländern anfangs in Kooperation mit Revell herausgebracht. Trotz des Alters kann der Bausatz zumindest hinsichtlich Originalgetreue und fein gravierter Oberflächen mit heutigen Standards mithalten. Der Bausatz ist sicherlich als einer der besten ESCI Bausätze in diesem Maßstab angesehen. Bei der Neuauflage des Bausatzes durch Italeri im Herbst 2002 wurde ein Gussast mir neuen Teilen ergänzt, die für die aktuelle Jagdbomber- (CT) und Aufklärer-Version (CR) der Armée de l’Air benötigt werden. Die Passgenauigkeit ist generell recht gut, nur im Bereich der Lufteinlässe und des Tragflächenansatzes ist etwas Nacharbeit erforderlich. Die Lufteinlässe geben noch weiteren Anlass zur Kritik: Die Lufteinlasskegel stellen die nur an der A Version verwendete Form dar. Der Übergang der Lufteinlässe sollte rumpfseitig runder gestaltet sein, als dies in diesem Bausatz wiedergegeben wird. Die Länge des Rumpfes ist korrekt für die Mirage F1C. Die CR und CT sind beide mit einem Luftbetankungsstutzen ausgestattet, für den die Nase beim Original um 80 mm verlängert wurde. Das entspricht in 1:48 einer Differenz von 1,67 mm, was für manchen einen deutlichen Unterschied darstellt. Ich muss gestehen, dass mir beim Original nie der Unterschied aufgefallen ist und ich diesen Punkt bei meinen Modellen vernachlässige. Obwohl die Kontur und die Oberflächen gut sind, gibt es in einigen anderen Bereichen doch Defizite. Die Tragflächen sehen zwar auf den ersten Blick gut aus, sind aber bei genauer Betrachtung jeweils ca. 2 mm zu kurz. Wer es genau nimmt kann die Spannweite mit Plastiksheet ergänzen und sollte auch die Landeklappen neu gravieren. Für das Cockpit gibt es die übliche Wanne, die für diesen Maßstab recht einfach gestaltet ist. Für alle Instrumentenbretter gibt es statt erhabener Details lediglich Abziehbilder und auch diese haben keinerlei Ähnlichkeit mit den tatsächlichen Instrumenten. Der Schleudersitz im ursprünglichen ESCI Bausatz hatte mit einem Mk. 4 oder Mk. 6 nichts zu tun. Italeri hat einen neuen Sitz ergänzt, aber auch der ist, obwohl eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Mk. 10 nicht zu verleugnen ist, sehr einfach gehalten, und vor allem zu kurz. Das liegt vor allem daran, dass das ganze Cockpit zu hoch im Rumpf sitzt. Der Bereich unter der vorderen Cockpitverglasung ist falsch gestaltet und ebenfalls zu wenig detailliert. Die beste Lösung ist, das Cockpit komplett durch einen Zubehörsatz zu ersetzen. Ein schwer zu korrigierender Fehler ist die inkorrekte vordere Cockpitverglasung, die vorne viel zu breit ist. Das Original läuft in gebogener Form deutlich spitzer zu. Die Cockpithaube sieht recht gut aus. Bei geöffneter Anbringung wäre es aber sinnvoll, einige Details an der Innenseite zu ergänzen. Für das vordere Fahrwerk gibt es keinen Fahrwerksschacht, und für das Hauptfahrwerk ist dieser nur im Bereich der geöffneten Klappen vorhanden. Sofern man das Modell in der typischen Weise mit geschlossenen Fahrwerksklappen baut, sind diese Fehler aber nicht weiter auffällig. Das Hauptfahrwerk ist stabil ausgeführt, aber nicht sehr detailliert. Auch das Bugfahrwerk würde von einigen ergänzten Kabeln/Schläuchen profitieren. Die Räder des Hauptfahrwerks haben völlig falsche Felgen. Im FM Bausatz sind diese korrekt mit 9 Löchern wiedergegeben. Die Triebwerksdüse ist zu kurz und ist innen recht einfach und zudem falsch gestaltet. Auch hier kann das Teil des FM Bausatzes als Vorbild herangezogen werden. Einige weitere Bereiche würden von Verfeinerungen profitieren. Die 19 Löcher in den Luftbremsen sind nur als Vertiefungen dargestellt und sollten aufgebohrt werden. Die beiden kleinen Lufteinlässe auf dem Heck sind zu flach und zu breit und sollten daher neu angefertigt werden. Bei dem Italeri Bausatz ist der Lufteinlass unter dem Rumpf als neues Teil beigefügt; beim ESCI Bausatz war dieser noch mit den Rumpfhälften modelliert und ragte fälschlicherweise über die Mittellinie hinaus. Für das ovale Scheinwerferfenster gibt es auf dem linken Lufteinlass eine entsprechende Gravur, aber kein Klassichtteil. Dieses selbst anzufertigen bedeutet einigen Aufwand. Der runde Scheinwerfer auf der gegenüberliegenden Seite sollte ebenfalls ergänzt werden. CR und CT haben aufklappbare Landescheinwerfer im vorderen Rumpfbereich. Bei der CT ist dieser an der Rückseite der Laser-Verkleidung, bei der CR im hinteren Bereich der Kameraausbuchtung. Diese Scheinwerfer können relativ leicht aus dem runden Klarsichtmaterial des beiliegenden Gussrahmens gemacht werden. Die im Bausatz enthaltene Luftbetankungssonde ist etwas lang und dünn geraten. Für das Fenster des CT Lasers und die CR Kamerafenster gibt es leider ebenfalls keine Klarsichtteile. Natürlich gibt es noch weitere Verfeinerungsmöglichkeiten, aber die wesentlichen Punkte sollten hiermit genannt sein. Im ESCI Bausatz waren die typischen Außenlasten der Abfangjäger-Version enthalten, d.h. ein 1.200 Liter Tank für die Rumpfstation, zwei Matra R 530 FE Raketen für die inneren Unterflügelstationen sowie zwei Magic Raketen (mit schlecht gestalteten Steuerflächen). Im Italeri Bausatz gibt es nun zusätzlich die Alkan 915/916 Waffenstationen für die innere Unterflügelstation mit AUF2 Bombenaufhängungen und je einem Paar SAMP Bomben. Die Alkan 915/916 können auch für 1.200 Liter Tanks benutzt werden. Hierfür benötigt man dann aber die Tanks der Rumpfstation aus zwei Bausätzen. Die äußeren Unterflügelstationen sind nun mit einem Thomson-CSF Barax und einem Matra Phimat Behälter vorhanden, die allerdings in meinem Bausatz einige eingesunkene Stellen hatten. Es gibt keinen Aufklärungsbehälter für die Rumpfstation der CR, auch der riesige 2.200 Liter Tank der CT wäre eine schöne Ergänzung gewesen. Als Alternative zum Bremsschirmbehälter in der Seitenleitwerkswurzel hat Italeri einen Lacroix Täuschkörperwerfer beigefügt. Die eckigen Thomson-CSF Sherloc Radarwarnantennen der CT sind als separate Teile enthalten, hierfür müssen die runden BF Antennen entfernt werden. Die Abziehbilder sind gut gedruckt mit je zwei Optionen für CR und CT. Für die CT gibt es Markierungen für die 30-QC der E.C. 2/30 ”Normandie Niemen” und die 13-QD der E.C. 1/13 ”Artois” mit Chimère (Drachen) and Hirondelle (Schwalbe) Wappen. Die Alternativen für die CR sind die 33-TM der E.R. 3/33 ”Moselle” mit Cocotte (Origami Papiervogel) Wappen und die 33-CF der E.R. 1/33 ”Belfort” mit Streitaxt und kleinem Prinzen als Wappen. Die beiden CT sind in der üblichen grau/grünen Tarnung dargestellt, die CR in beige/brauner Wüstentarnung, wie sie im Golfkrieg und zuvor im Tschad benutzt wurde. Die Bemalungshinweise beziehen sich auf Modelmaster Farben und geben auch FS Farbnummern an. Obwohl die Armée de l’Air sicherlich keine US Farben benutzt, sind diese Angaben trotzdem recht hilfreich. Für die grau/grüne Tarnung verwende ich persönlich gerne Xtracolour Farben (Nr. X376 OTAN Gris Bleu Fonce und X375 OTAN Gris Vert Fonce sowie X378 Gris Aluminium für die CR Unterseiten). Als Zusammenfassung sei gesagt, dass dies sicherlich ein Bausatz mit einigem Verbesserungspotential ist, der sich aber durch gute Wiedergabe der Kontur und schöne Oberflächen auszeichnet. Der Rest hängt davon ab, wieviel Geschick und Arbeit man für das Modell aufwendet.
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Fonderie Miniature (Nr. 6018)
Seit dem Erscheinen des FM Bausatzes im Dezember 2002 ist wieder ein Bausatz des Doppelsitzer erhältlich. Der Bausatz hat 128 Teile, davon 73 in relativ weichem grauen Plastik, 14 Resin Teile, 28 fotogeätzte Teile, 11 aus Metall und zwei ! Vacu Kanzeln. Das Aussehen der F1B ist gut wiedergegeben, allerdings sind die Abmessungen, verglichen mit den Zeichnungen des Minigraph Buches und der ESCI Mirage F1, um wenige Millimeter zu großzügig ausgefallen. Die Plastikteile besitzen eine raue Oberfläche, so dass alle Teile abgeschliffen werden sollten. Die meisten Teile haben erhebliche Gussgrate, bei einigen, wie z.B. den Fahrwerksklappen, muss man schon sehr genau hinsehen um zu erkennen wo das Teil aufhört und die Gussgrate anfangen. Die Passgenauigkeit ist nicht überragend, aber auch in kritischen Bereichen wie den Lufteinlässen, ist dies mit etwas Spachtel- und Schleifarbeit zu lösen. Es gibt eine ganze Reihe eingesunkener Stellen an den Rumpfhälften, die ebenfalls verspachtelt und verschliffen werden sollten. Für das Cockpit gibt es Mk. 10 Sitze und Instrumentenbretter aus Resin, für die Seitenkonsolen und Details der Sitze sind Fotoätzteile vorhanden. Zur weiteren Detaillierung könnten die Verkabelungen an den Rückseiten der Instrumentenbretter ergänzt werden. Die Glasscheibe zwischen den Cockpits ist zusammen mit der feststehenden mittleren Cockpitverglasung geformt, während die beiden Hauben und die vordere Verglasung als Einzelteile ausgelegt sind. Mit dieser Aufteilung wird es nahezu unmöglich sein, die Hauben geschlossen sauber darzustellen, aber das werden ohnehin die wenigsten Modellbauer beabsichtigen. Die Vacu-geformten Hauben sind vom Material ein wenig rau und nicht ganz klar. Die Form der vorderen feststehenden Cockpitverglasung ist ähnlich falsch gestaltet wie bei Italeri/ESCI, obwohl der Fehler wenig deutlich ausfällt. Das Fahrwerk ist in Metall gegossen, die Fahrwerksschächte und Räder sind aus Resin. Die Räder des Hauptfahrwerks haben schön modellierte Felgen, die Reifen sind allerdings weniger sauber ausgeführt. Die aus Metall gegossenen Luftbremsen sind zwar relativ dick geraten, dafür sind die 19 ovalen Löcher gut wiedergegeben. Man kann die Luftbremsen offen anbringen, das wäre aber sehr untypisch. Für die geschlossene Anbringung müssen die Arme erheblich dünner geschliffen werden und die Rundung an die des Rumpfes genau angeglichen werden, was durch das weiche Material auch gut möglich ist. Gut gelungen ist die Triebwerksdüse, mit sehr überzeugenden Innendetails. In meinem Bausatz waren zwei Düsen enthalten, die zweite wird sicherlich gute Verwendung an einer Italeri F1 finden. Obwohl das Modell die Trainerversion darstellt, sind die Außenlasten mit einem Tank für die Rumpfstation und jeweils zwei Magic und Super 530 Lenkwaffen nicht knapp ausgefallen. Zusätzlich liegen auch die Alkan 915/916 für die inneren Unterflügelstationen bei. Die Raketen haben die gleichen Probleme bezüglich der Gussgrate und rauhen Oberfläche wie die anderen Plastikteile, dafür sehen sie originalgetreu aus, was man von den wenigsten Mirage F1 Bausätzen sagen kann. Die Abziehbilder lassen den Bau folgender fünf Maschinen zu: 30-FC der E.C. 3/30 ”Lorraine” 1991, 33-FE der E.C.3/33 ”Lorraine” 1995, 5-AG und 5-AD der E.C. 3/5 ”Comtat-Venaissin” 1981 und 330-AD der E.C. 5/330 ”Cote d’Argent” 2001. Die letztgenannte Maschine hat einen Tiger Meet Anstrich, die gelbe Farbe der Abziehbilder scheint jedoch etwas zu hell geraten zu sein. Mit Ausnahme von Griechenland, Marokko und Südafrika haben auch alle Exportkunden Doppelsitzer erhalten. Mit Hilfe der Carpena (Nr. 48.06) oder der Albatros Abziehbilder (Nr. ALC-48010) lassen sich damit viele weitere attraktive Maschinen darstellen. Zusammenfassend ist dieser Bausatz für Mirage Fans wie mich natürlich ein Muss. Für alle übrigen Modellbauer ist die Frage, wie viel Zeit man für Teile Säubern, Spachteln und Schleifen, also für guten, alten, altmodischen Modellbau aufwenden möchte. Obwohl die Qualität des Bausatzes nicht dem aktuellen Revell oder Tamigawa Standard entspricht, ist angesichts der äußerst geringen Wahrscheinlichkeit, dass noch einmal ein Hersteller einen Mirage F1 Doppelsitzer herausbringt, der Bausatz höchst willkommen.
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Zurüstsätze 1/48:
Cobra Company F1CR Cockpit Detail Set (Nr. 48030)
Als erster Hersteller hat Cobra Company bereits im Oktober 2002 einen Zurüstsatz für das Cockpit herausgebracht. Es sind 10 Resin Teile für ein komplett neues Cockpit enthalten. Aufgrund des enthaltenen Mk. 4 Sitzes ist das Cockpit allerdings eher für eine F1C zu verwenden und nicht, wie angegeben, für die CR, die mit dem Mk. 10 Sitz ausgestattet ist. Der Mk. 4 Schleudersitz ist gut gestaltet und detailliert, ebenso wie die mit erhabenen Details ausgestatteten Instrumentenbretter. Die Passgenauigkeit ist hervorragend. Dass der mitgelieferte vordere Fahrwerksschacht viel zu flach geraten ist spielt keine große Rolle, wenn man die große Fahrwerksklappe, wie beim Original üblich, geschlossen darstellt. Für die Überlassung dieses Zurüstsatzes möchte ich mich auf diesem Wege bei Chris Miller von (Cobra Company) bedanken. Eine Bezugsquelle in Deutschland ist mit nicht bekannt; eine direkte Bestellung bei Cobra Company (www.cobracompany.com) ist möglich
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Fonderie Miniature Update Set Mirage F1 CT/CR (Nr. 6601)
FM liefert 25 Resin-, 14 Metall- und 8 Fotoätzteile, die zum Teil auf denen des F1B Bausatzes basieren. Eine übersichtliche Anleitung ist ebenfalls enthalten. Während das Cockpit, die neue Schubdüse und der richtig proportionierte Luftbetankungsstutzen willkommene Verbesserungen darstellen, sind die gut wiedergegeben Fahrwerksschächte bei Darstellung des Modells mit geschlossenen Klappen nicht unbedingt ein Muss. Die beigefügten neuen Lufteinlässe dienen als Ersatz für die im Basisbausatz enthaltene Ausführung meines Erachtens nur eine geringe Verbesserung dar, zumal sie noch recht zerbrechlich geraten sind. Der Mk. 10 Sitz aus Resin mit fotogeätzten Gurten und Sitzkissen ist recht gut gelungen. An den Metallfahrwerken sind einige Gussgrate zu entfernen, ebenso an einigen der kleineren Resin Teile, wie den Pedalen oder Rädern. Obwohl einige Teile nicht sehr sauber gestaltet sind und Nacharbeit erfordern, ist dies doch ein sehr brauchbarer Zurüstsatz, der mehr Schwächen des Italeri Modells behebt, als das Satz von Cobra Company. Vergleicht man nur das Cockpit, würde ich aufgrund der besseren Gussqualität und Detaillierung Cobra Company den Vorzug geben. Beide enthalten jedoch leider keine neue Cockpitverglasung.
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Fonderie Miniature Tanks & Weapons for Mirage F1 (Nr. 6602)
Dieser Zurüstsatz von FM enthält folgende in Resin gegossene Außenlasten: 2 Matra Magic Lenkwaffen mit Startschienen, einen 2.200 Liter Tank für die Rumpfstation, 2 Matra F4 Raketenbehälter, 2 Rafaut AUF2 Bombenträger, 2 Corail Düppel-/Täuschkörperwerfer und 2 äußere Unterflügelstationen. Eine Anleitung oder Abziehbilder sind nicht enthalten. Die Teile sind generell gut gestaltet, es ist jedoch ein wenig Nacharbeit und an manchen Stellen Verspachteln von Luftblasen erforderlich. Die auf dem Kartonfoto zu sehenden Phimat und Barax Behälter und die Aufhängung für die Übungsbomben sind in diesem Set nicht enthalten. Die Außenlasten sind sowohl für die Mirage F1CT als auch die CR zu verwenden, mit Ausnahme des nur bei der CT anzutreffenden 2.200 Liter Tanks (der aber auch bei Überführungsflügen irakischer F1EQ verwendet wurde). Die Matra F4 Raketenbehälter sind auf vielen frühen Fotos südafrikanischer F1AZ zu sehen, aber auch häufige Außenlast der CR. Es wäre schön gewesen, den einen oder anderen Aufklärungsbehälter für die Rumpfstation zu bekommen, aber vielleicht hat sich FM das für einen weiteren Zurüstsatz aufgehoben?
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Scaleworx Mirage F1AZ Umbausatz (Nr. SW48-07)
Einen recht vollständigen Umbausatz bietet Scaleworx (ehemals Spinners) an, um aus der Italeri Mirage F1 die Erdkampfausführung AZ zu bauen. Enthalten sind 24 Teile in Resin, 17 fotogeätzte Teile, zwei Vaku Cockpithauben sowie ein kleiner Abziehbilderbogen für die Maschine mit der Nummer 233. Neben einem einteiligen neuen Vorderrumpf, der an der Rückwand der Italeri Lufteinlässe beginnt, kommen eine Vielzahl von kleinen Teilen die für die südafrikanische Version typisch sind. Hierzu zählen die vielen Antennen des Radarwarnempfängers für Heck und vorderen Rumpfbereich und die beiden Stabilisatoren unter dem Heck, in die bei diesen Maschinen chaff/flare Auswerfer integriert sind. Zwei kleine Lufteinlässe für den oberen Heckbereich, ein Paar für die Rumpfunterseite, der Mk 4 Schleudersitz, die detaillierte Schubdüse und die Räder des Hauptfahrwerks sind Teile die auch für andere F1 Versionen Verwendung finden können. Der neue Vorderrumpf kommt in einem Stück, mit relativ geringem Versatz aus der zweiteiligen Form. Die Luftbetankungssonde kann ausgefahren dargestellt werden. Die Vakuteile sind meiner Ansicht nach leider eine Schwachstelle dieses Umbausatzes. Die im unteren Bereich nur schwach ausgeprägte Haube würde ich persönlich durch die Originalhaube des Bausatzes ersetzen, diese passt recht problemlos. Der im Italeri Bausatz falsch wiedergegebene feststehende Teil der Cockpitverglasung wird meines Erachtens leider auch von Scaleworx falsch wiedergegeben. Statt einer sich nach vorne in gebogener Form verjüngenden Verglasung liefert dieser Umbausatz eine zu kurze und vorne zu breite Verglasung. Der Fehler liegt nach meinen Vergleichen mit Zeichnungen nicht nur in der Verglasung selbst. Die ca. 2 mm Länge fehlen nicht nur im Glasteil sondern in der Nase insgesamt. Damit wird der optische Eindruck des ansonsten stimmigen und mit feinen Gravuren versehenen neuen Vorderrumpfes für jemanden der mit der Kontur des Originals vertraut ist doch erheblich beeinträchtigt. Die enthaltenen von MAV Decals gedruckten Abziehbilder sind zwar weniger umfangreich als die des Albatros Abziehbildersatzes, sehen aber durchaus ansprechend aus. Die zweiseitige Anleitung gibt auch ein paar Hinweise auf weitere kleine Verbesserung die mit ein paar Streifen plastic sheet vorgenommen werden können und es ist eine schwarz/weiß Zeichnung des Tarnschemas mit Angabe von Humbrol Farbnummern enthalten.
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Skyraider Model Design Mirage F1 Detail Set
Bei Skyraider ist zur Zeit ein Zurüstsatz in Vorbereitung, der die Schwächen des Italeri Bausatzes beheben soll. Enthalten sein werden voraussichtlich ein neuer vorderer Rumpfbereich, mit korrekter Länge für die Versionen mit Luftbetankungssonde, Lufteinlässe mit korrekten Einlasskegeln, diverse kleinere Lufteinlässe, neue Hauptfahrwerksräder, … Es ist ebenfalls eine neue vordere Cockpitverglasung vorgesehen. Das Erscheinungsdatum steht noch nicht fest.
Weiteres Zubehör 1/48:
Verschiedene Außenlasten für die Mirage F1 werden von Skyraider Model Design angeboten. Hierzu zählen der zentrale Pylon ALKAN 910, der RPL-201 2.200 Liter Tank, AS-30L (Laser) und ATLIS targeting pod, AUF 2 dual launcher sowie einen Vielzahl verschiedener, meist lasergelenkter Bomben. Dies sind GBU-12, GBU-16, GBU-22, GBU-24A/B, BLG-66 Belouga sowie SAMP Bomben. Diese werden jeweils mit Abziehbildern geliefert und sind direkt bei Sykraider via Internet erhältlich.
Eine weitere gute Quelle für sonst selten zu findende französische Außenlasten ist der Heller Jaguar A Bausatz. Die AS30L Lenkwaffe und der ATLIS Laserbehälter können ebenso für die Mirage F1 genutzt werden, wie der Barax und der Barracuda ECM Behälter.
Die meisten Abziehbildersätze sind bereits in dem Absatz über den Maßstab 1:72 aufgelistet, da es sie in 1:72 und 1:48 gibt. Für die Exportmaschinen gibt es in jüngerer Zeit neben den Carpena (Nr. 48.06 “Exotic Mirage”) und den hervorragenden Albatros (Nr. ALC-48010 “The Dark Mirages”) Abziehbildern auch zwei Bögen von Eagle Strike (48254, 48255) welche auch alle Dassault Exportkunden abdecken. Für alle Bögen gilt, dass die Mirage F1AZ von Gabun nicht enthalten sind. Diese Maschinen wurden einige Jahre nach Außerdienststellung von Südafrika dorthin geliefert und tragen dort weiterhin das Tarnschema der SAAF.
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Das Fonderie Miniature Modell in 1/48 in Bemalung und Abzeichen der jordanischen Luftwaffe. Das auch in diesem Bausatz zu breite windshield wurde durch eine eigene Anfertigung ersetzt.
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Das Hasegawa Modell in 1/72 in Markierungen der jordanischen Luftwaffe. Außenlasten z.T. aus dem Heller Set, Abziehbilder von Carpena.
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Details am Original
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Hiermit sind meine Ausführungen zum Bau der Mirage F1 zu Ende, die ich sicherlich nicht perfekt und vollständig, aber nach bestem Wissen geschrieben habe. Für Anregungen, Gedankentausch oder Fragen biete ich gerne an mit mir unter LutzArndt1@aol.com Kontakt aufzunehmen.
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© Copyright 2010 Lutz Arnd / PMC- Bodensee e.V
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