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Modellbau mit Viertklässlern
von Michael Ullmann
Nach dem den Kindern das Zusammenbauen von Modellen im letzten Jahr gut gefallen hatte, bin ich gefragt worden, ob ich dieses Jahr wieder mit den Kindern Modelle basteln wollte. Letztes Jahr war die Begeisterung der Kinder sehr groß, so dass sich mir diese Frage gar nicht stellte. Da die Kinder jetzt ein Jahr älter sind und auch schon mal mit dem Modellbau Kontakt hatten, konnten die Modelle nun eine Stufe schwieriger sein. Während es letztes Jahr ausschließlich Steckmodelle waren, waren es dieses Jahr einfache Bausätze für deren Zusammenbau man allerdings Klebstoff benötigte. Sowohl die Modelle wie auch der Klebstoff wurden mir vom DPMV (Deutscher-Plastik-Modellbau-Verband) zur Verfügung gestellt. An diesem Freitagvormittag, den 10.03.3006, hatten die Kinder ihren ersten Teil der “Fahrradprüfung”. Sie lernten also wie man mit einem Fahrrad am Straßenverkehr teilnimmt. Entsprechend aufgeregt waren dann auch die Kinder als sie ihren Klassenraum betraten. Nachdem die Ruhe wieder eingekehrt war, verteilte ich die Bausätze an die Kinder. Ich hatte vorher die Bausätze nochmals in Schwierigkeitsstufen eingeteilt. An Kinder welche seit dem letzten Jahr keine Modelle gebaut hatten verteilte ich die einfachen Steckbausätze bis hin zu Kindern welche schon Modelle gebaut hatten. Ich wollte damit erreichen, dass die Kinder von den Bausätzen nicht überfordert werden und dann vielleicht frustriert, ob der Schwierigkeiten beim Bau der Bausätze, aufgeben würden. Tatsächlich stellte sich im Laufe der mir zur Verfügung stehenden Zeit heraus, dass die Einteilung der Modelle gut war. Wie auch im vergangenen Jahr gab es Kinder welche ganz alleine den Bausatz zusammenbauten. Andere Kinder wiederum benötigten schon etwas intensivere Hilfe. Schön war auch, dass kein Kind aufgab, sondern alle bauten bis zum Ende der Unterrichtsstunde intensiv an ihren Modellen. Fast alle sind mit ihren Modellen fertig geworden. Einige waren so weit, dass man schon mit den Abziehbildern beginnen konnte. Für mich selbst als Erfahrung kann ich feststellen, dass 1:144 Flugzeugmodelle für Kinder ohne Modellbau-Erfahrung ungeeignet sind, deren Bausteile sind einfach zu klein. Sehr gut geeignet sind einfache 1:72 Propeller-Flugzeug-Modelle. Diese können von den Kindern relativ problemlos selbst zusammengebaut werden. Absolute Spitzenreiter in der Beliebheitsskala der Kinder waren, wie im vergangenen Jahr, die Steckmodelle mit fertig vorlackierter Karosserie. Die Frage an mich lautete nun, wie geht es jetzt weiter? Sicherlich kann man noch ein zwei, drei Mal die Kinder einfach Modelle zusammenbasteln lassen, aber danach muss zwangsläufig die nächste Stufe erfolgen: Das bemalen der Modelle. Hier sind dann allerdings die Möglichkeiten im Unterricht erschöpft. Dies kann nicht mehr in einem normalen Unterrichtsraum erfolgen, sondern hier muss man dann in einen Werkraum ausweichen.
Mein Dank gilt dem DPMV und besonders Bringfried Schurak für die unkomplizierte Unterstützung mit Bausätzen und Klebstoff.
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