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Vought CORSAIR F4U-1D

VF-10 "White 66", USS INTREPID, Ens. Alfred Lerch, ca, April 1945

kit: REVELL

by Chris "the ripper" Novak

 

Schon immer seit ich mich mit Modellbau beschäftige fand ich die "Dunkelblau-über-alles" Farbschemen der US Navy der letzten Kriegstage im Pazifik äußerst ansprechend, und die Corsair mit ihren Knickflügeln hat sowieso ein besonderes Flair an sich. Als ich dann in 2004 auf einem Flugtag eine "echte" Corsair (die hervorragend restaurierte und vorgeführte Corsair der "Flying-Bulls" aus Salzburg/ A) im Flug bewundern und noch dazu ca. 300 Detailsfotos schießen konnte ( die Maschine war am Boden ohne Absperrung frei zugänglich, was natürlich gnadenlos ausgenutzt wurde) stand fest: mein nächstes Modell muß eine Corsair sein. Obwohl bei Beginn dieses Projekts Anfang 2005 bereits die Trumpeter Kits aus neuen Formen auf dem Markt waren entschied ich mich für eine "alte" REVELL-Corsair aus dem Schrank. Die alten Kits können in Punkto Qualität und Details natürlich nicht mit den neuen Formen mithalten, dennoch kann man mit etwas Extraarbeit wie Gravieren und einigen Umbauten auch aus so einem Kit ein tolles Modell erstellen, und auch wenn einige der alten Formen schon 20 Jahre und mehr auf dem Buckel haben..............zum Wegschmeißen sind sie dann doch zu schade. Wie immer beginne ich meine Modelle mit dem Bau des Motors: der Revell Motor ist nur eine recht vage Replikation eines "großen" P&W und mußte somit heftig modifiziert werden, Hinzugefügt wurden Zundkabel sowie Ventilstößel, außerdem wurde rückseitig ein kleiner Elektromotor implementiert und als Getriebeeinheit getarnt. Ist am Ende alles verkabelt und steht das Modell auf seiner Konsole ist an dieser an Schalter angebracht mit welchem der Motor gestartet werden kann.

Nachdem auch dieses Modell, wie meine meisten Modelle, ein Schnittmodell (also "Cutaway") werden sollte war erst einmal etwas Extra-Recherche im Internet angesagt um an die benötigten Details und Zeichnungen zu kommen. Zum Glück sind die Amis in dieser Hinsicht extrem mitteilsam, und da in den USA ja immer irgendwelche "Warbirds" restauriert werden und die Teams auch stolz ihre Fortschritte im Internet präsentieren konnten in kurzer Zeit alle Informationen zusammengetragen werden. Der Rumpf der Corsair besteht hauptsächlich aus 6 "echten" Rumpfspanten, alle anderen Spanten sind eigentlich eher vertikele "Stringer", zusammengehalten wird das Ganze durch zwei lange Längsstreben vor und hinter dem Cockpit. Alle Teile wurden aus Plastiksheet zurechtgeschnitten und nach mehrmaligen Passproben eingeklebt.

BuiltWithNOF

Nach einem ersten Bemalungsschritt gings an´s Cockpit..........welches im REVELL Bausatz von anno dazumal so gut wie gar nicht vorhanden ist!...........also musste eines gescratcht werden.

Der Bereich vor dem Cockpit erhielt sein "Innenleben" in Form von Haupttank, Öltank, Motorträger sowie weiteren Aggregaten und Verkabelung.

Auch der hintere Rumpf wollte, da ja durch die Cutaway-Öffnung sichtbar, entsprechend detailiert werden: der zusammenhängende Mechanismus für Spornrad und Fanghaken wurde gescratcht, hinter dem Cockpit wurde das Regal für die Funkgeräte montiert und zum Schluß wurde noch die aufwendige Verkabelung für die Ruderanlenkungen gezogen ( Silberdraht)

Nach dem Zusammenbau der Rumpfhälften gings an die Flügel. Getreu meinem "Cutaway"-Baustil wollte die rechte Fläche aufgeschnitten werden, außerdem mussten die Landklappen des Revell-Kits entfernt werden um sie später in "down-position" wieder anzubringen, da eine echte CORSAIR im geparkten Zustand ohne laufenden Motor die Klappen "hängen" lässt. Begonnen wurde mit dem Ausbau der Flügelwurzeln: die Hauptrippen links und rechts vom Fahrwerksschacht wurden eingebaut sowie Ölkühler in beiden Flächen montiert.

Und schon gings an die Steuerbordfläche: nach dem Einbau des Hauptspantes wurden zuerst die vorderen, dann die hinteren Rippen aus Plastiksheet einzeln angefertigt, angelegt, eventuell korrigiert und nachgeschliffen und schließlich eingepasst. MG-Schächte nicht vergessen, MG´s einbauen............fertig zum bemalen ( eigentlich manchmal fast schade, oder?)

Nachdem die Flügel fertig detailiert und montiert waren kamen noch die kleiner Modifikationen an die Reihe: die Klappen der Cowling wurden entfernt, aus Aluminium neu angefertigt und in leicht geöffneter Stellung wieder angebracht, das Fahrwerk wurde aus Aluminiumröhrchen und Streifen aus Plastiksheet neu angefertigt ( da das aus dem Bausatz schlichtweg nicht zu brauchen war), die Fahrwerksklappen wurden innenseitig durch Aufkleben von Plastiksheet und Ausmodellieren der Struktur etwas aufgemotzt...

Schlußendlich wurden noch die Landeklappen neu angefertigt: über einen zurecht geschliffenen Kern aus Balsholz wurde eine Baplankung aus Modellbau-Aluminium ( 0,4 mm Stärke) gezogen, das Ganze verspachtelt, montiert und mit Ruderanlenkungen versehen.

Nach den üblichen Schleif- und Gravierarbeitsgängen sowie der finalen Vorbereitung für´s Lackieren gings an den einfachsten Teil des Projektes: Cutaway- und Cockpitöffnungen abkleben und dann..............................Blau über alles ( auch die Fahrwerksschächte)Markierungen kamen aus der Restebox, wie oben erwähnt sind in der extra gefertigten Konsole Schalter und Batterien für die Stromzufuhr zum Modell untergebracht ( Motor und Positionslichter funktionieren).

Somit ist Vogel Nr. 1 eines geplanten "Late-War-Navy"-Projektes fertig......frei nach Wilhelm Busch: dieses war der erste Streich, und der nächste folgt sogleich!"

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